Mittwoch, 7. März 2018

[Anja] Rezension: Süß wie Cherry Cola von Ute Jäckle

Süß wie Cherry Cola

Autorin: Ute Jäckle
erschienen März 2018
ISBN: 978-3-903130-50-0
zum Verlag → Romance Edition
© Romance Edition
unerwarteter Handlungsverlauf mit ganz viel Gefühl

Aida und Nick studieren beide Medizin. Seit Studienbeginn geraten sie immer wieder aneinander. Dass die zwei ausgerechnet auf der selben Station ihr Pflegepraktikum absolvieren müssen, sorgt für zusätzliche Spannungen. Und dann erlaubt sich Nick etwas, das bei Aida das Fass zum Überlaufen bringt...

Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Band um das Liebeschaos einer sympathischen Nürnberger-Clique. Die ersten zwei Teile sind unter dem Pseudonym Lena Marten im LYX-Verlag erschienen.
Die Handlung ist in sich abgeschlossen und Vorwissen ist nicht zwingend notwendig. Das Pärchen des ersten Bandes (Nicht auch noch der), Luca und Ben, spielt allerdings eine größere Rolle, sodass es auf jeden Fall schön ist, ihre Geschichte zu kennen. Auch Aida und Nick kamen in  Ausgerechnet du bereits vor – und haben sich schon damals kräftig gezankt.

Die 23-jährige Aida ist sehr speziell. Sie lässt keine Gelegenheit aus, Nick anzuzicken. Dabei scheint sie am Anfang einfach nicht dazuzulernen: Sie bildet sich vorschnell ein Urteil und verschießt ihr Gift, ist aber hinterher betroffen, wenn sie die Wahrheit einer Geschichte erfährt. Dennoch handelt sie in der nächsten Situation genauso, statt sie erst zu hinterfragen. Ihre Kratzbürstigkeit fand ich zu Beginn des Buches ein wenig anstrengend. Lernt man Aida besser kennen, wird aber schnell klar, dass ihre kühle Ausstrahlung nur eine Fassade ist, mit der sie ihre Unsicherheit überspielt. Da sie die Ich-Erzählerin der Geschichte ist, offenbaren ihre Ängste sich dem Leser, lange bevor sie bereit ist, darüber zu reden.
Mit Jungs hat Aida wenig Erfahrung, ebenso sind ihre bisherigen sexuellen Kenntnisse noch sehr begrenzt. Hier kann sie im Verlauf des Buches in zahlreichen prickelnd-detalliert beschriebenen Szenen einige Erfahrungen sammeln.

Nick ist der absolute Womanizer. Alle Frauen in seinem Umfeld reagieren auf ihn, sodass er aus dem Flirten gar nicht mehr herauskommt. Dennoch war er mir schnell sympathisch, da er bei all dem coolen Gehabe sehr um die Patienten bemüht ist. Auch in ihm steckt viel mehr, als sein Äußeres zunächst vermuten lässt. Dabei konnte mich sein Geheimnis positiv überraschen, da die Handlung dadurch einen unerwarteten Verlauf nimmt.

Aida und Nick senden einander immer wieder widersprüchliche Signale. Mal unterhalten sie sich wirklich nett, im nächsten Moment streiten sie schon wieder. Beide Charaktere entwickeln sich im Verlauf weiter und wachsen an den neuen Erfahrungen.

Die Handlung entwickelt sich völlig anderes, als zu Beginn gedacht. Es gibt eine Wendung, die - für mich - mal einen ganz neues Thema in den Liebesroman gebracht hat, sodass ich umso neugierger wurde, wohin die Reise der zwei Streithähne geht. Dabei hätte ich hin und wieder gern nachgeholfen, da beide sich im Verlauf ziemlich anstellen und es sich unnötig schwer machen – Herzschmerz vorprogrammiert.

Schön war auch das Wiedersehen mit bereits bekannten Figuren. Ben und Luca, die mit Aida befreundet sind, spielen eine zentrale Rolle der Nebenhandlung. Auch Pia und Chad, die im „Ausgerechnet du“ bereits zum Freundeskreis gehörten, sind wieder mit von der Partie, sodass Aida, wenn sie nicht gerade mit ihren eigenen Problemen beschäftigt ist, auch kräftig in den Beziehungskrisen der Freunde mitmischen kann.

Fazit
Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mit der sehr launischen Aida warm zu werden, da sie ihrer Umwelt mehrfach übertrieben kratzbürstig gegenübertritt. Doch je mehr ich gelesen habe, desto sympathischer wurde sie mir. Die Begegnungen mit Nick waren immer aufs neue eine Überraschung: Öffnen die zwei sich ein wenig oder gehen sie sich wieder gegenseitig an die Gurgel?! Ihr Verhalten ist extrem wechselhaft, sodass sich eine gewisse Spannung aufbaut, wohin die Geschichte der zwei am Ende führen wird. Dabei konnte mich die Handlung mehrfach überraschen. Neben ganz viel Gefühl und Herzschmerz gibt es einige erotische Momente. Dank der flüssigen, anschaulichen Erzählweise von Ich-Erzählerin Aida, die tiefe Einblicke in all die Gefühle offenbart, die sie sonst so gern verbirgt, liest sich die Geschichte sehr schnell.




Ich danke Autorin Ute Jäckle sowie dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
 

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