Mittwoch, 20. Dezember 2017

Rezension: Lia Haycraft - Die Nacht der Elemente - Sonnentochter

© Bookshouse
Sonnentochter
Die Nacht der Elemente 4

Autorin: Lia Haycraft
erschienen Juli 2017
Verlag: Bookshouse
ISBN:  978-9963-53-390-9 (epub)
zurück nach Axikon - schöne Geschichte, etwas vorhersehbar



Es handelt sich zwar um den vierten Band der Reihe, die Geschichten sind allerdings größtenteils in sich abgeschlossen, so dass man der Handlung auch ohne Vorwissen folgen kann. Die Bücher von Beginn an zu lesen, erhöht aber auf jeden Fall den Spaß an der Handlung, da die Figuren immer wieder auftauchen und die Zusammenhänge noch deutlicher werden.

Die nächste Nacht der Elemente steht bevor und viele Arantai wollen die Gelegenheit nutzen, um auf die Erde zu reisen. Auch Nayara will durch das Tor springen, um endlich die Sonne zu sehen und ihre Bestimmung zu finden. Doch welche Gefahren und Probleme sie auf ihrer Reise wirklich erwarten werden, hätte sie, trotz aller Warnungen, nicht vermutet.


Das Glossar zu Beginn des Buches hat mir sehr gut gefallen. Zwar waren mir die Begriffe noch recht vertraut, es hilft aber auf jeden Fall dabei, sein Wissen aufzufrischen oder neues zu erlangen, sollte man die anderen Teile der Reihe nicht kennen.

Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig. Man taucht direkt in das Geschehen auf Axikon ein und ich habe mich sofort wieder wohl gefühlt. Die bildhaften Beschreibungen helfen dabei, sich die Welt gut vorstellen zu können. So umfassend und detailliert, wie in den anderen Bänden war es jedoch nicht. Mich hat das nicht gestört, da ich Axikon bereits kenne.
Hin und wieder gibt es kleine Hinweise auf die vorangegangene Handlung, diese rücken jedoch nicht zu sehr in den Mittelpunkt, da die Geschichte an sich ja eigenständig ist. Einige Zusammenhänge zwischen den Figuren erklären sich so aber noch mal, da man ja doch nicht alle Verbindungen immer im Kopf haben kann.
Durch die Perspektivwechsel im Verlauf der Geschichte, erzählt man ein umfassendes Bild der unterschiedlichen Handlungsstränge, die parallel zueinander verlaufen, sich teilweise verbinden und dann auch mal wieder voneinander entfernen. Da es einen übergeordneten Erzähler gibt und man so gut informiert wird, wird an einigen Stellen jedoch auch ein klein wenig von der Spannung genommen, da man manche Dinge schon ahnt und vorhersehen kann. Die Gedanken und Gefühle der Protagonisten bleiben jedoch nicht auf der Strecke. Auch wenn dort ebenfalls einige Verläufe vorhersehbar sind, ist es schön zu verfolgen, wie die Charaktere selbst dahinter kommen, was sie beschäftigt, was ihren Gegenüber bewegt und wie sie darauf reagieren sollten, damit nicht immer wieder Missverständnisse und Probleme entstehen.
Umso weiter das Buch voranschreitet, umso mehr Tempo wird aufgebaut. Die Gefahr kommt näher, bis es dann richtig turbulent wird.

Viele der bereits bekannten Figuren tauchen im Verlauf der Geschichte wieder mit auf, spielen teils eine recht große, teils eher eine untergeordnete Rolle. So erfährt man aber auf jeden Fall, was aus ihnen geworden ist und wie es ihnen ergangen ist, seit der letzten Nacht der Elemente. Zusätzlich gibt es noch weitere Charaktere, die nun neu in den Mittelpunkt des Geschehens rücken und so das abwechslungsreiche Figurenbild komplettieren.

Eine schöner vierter Band, der die Entwicklung der Figuren weiter voranbringt und sie zusätzlich vor neue Schwierigkeiten stellt. Mir hat die Reise nach Axikon wieder gut gefallen.






Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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