Montag, 8. Januar 2018

Rezension: Klar ist es Liebe von Sandy Hall

Klar ist es Liebe

Autorin: Sandy Hall
erschienen August 2015
ISBN: 978-3-7373-5209-3
zum Verlag → FISCHER Sauerländer
© Fischer
Süße Liebesgeschichte mit ungewöhnlicher Erzählweise

Lea ist neu am College. In ihren Kurs für Kreatives Schreiben sitzt auch der ruhige Gabe, den Lea sofort interessant findet. Doch obwohl die zwei sich ständig überall begegnen, kommen sie nicht wirklich ins Gespräch. Dabei sieht jeder in ihrem Umfeld, dass die zwei an einander interessiert sind...

Die Erzählweise ist ungewöhnlich. Zwar handelt die Geschichte von Lea und Gabe, doch die zwei kommen selbst als Erzähler gar nicht zu Wort. Stattdessen gibt es abwechselnd kurze Kapitel aus der Ich-Perspektive von 14 Figuren (z.b. Freunde, Cafémitarbeiter, aber auch eine Bank und ein Eichhörnchen), die über mehrere Monate hinweg Situationen mit den Protagonisten erleben oder die zwei beobachten.

Dennoch bekommt man dabei einen sehr guten Eindruck von Gabe und Lea. Beide sind recht schüchtern und unsicher, wie sie aufeinander zugehen sollen und so schmachten sie sich erst mal wochenlang nur aus der Ferne an. Besonders Gabe fällt es schwer, auf andere Menschen zuzugehen. Um den Grund wird ein großes Geheimnis gemacht, dennoch deutet es sich bereits lange vorher an, sodass Gabes Geständnis dann nicht mehr wirklich eine Überraschung ist.

Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen. Zwar musste ich mich zwischen den wechselnden Erzählern erst zurechtfinden, doch da sich diese stetig wiederholen, findet man zu ihnen und den zwei Hauptfiguren schnell einen Draht, auch wenn man über die eigentlichen Erzähler insgesamt nur wenig erfährt. Die Beschreibungen sind bildhaft und flüssig und mit vielen Dialogen versehen, sodass sich der Text zügig lesen lässt.

Der Ausgang der Geschichte ist wenig überraschend – wie so oft ist der Weg das Ziel. Und sie zwei machen es sich wirklich schwer. Es ist eine Geschichte zum mitfiebern und mitzittern. Wie die 14 Erzähler wird auch der Leser zum Beobachter, der weißt, wie gut die zwei zusammenpassen würden und daher ebenso mitleidet, weil keiner den ersten Schritt wagt. Die Handlung kommt ohne große Überraschungen und übertriebene Dramatik aus, langweilig fand ich das Buch dennoch zu keiner Zeit. Neben vielen aufgewühlten, gefühlvollen Momenten bietet die Handlung einige sehr witzige Momente.

Fazit
Das Buch bietet keine große Spannung oder Dramatik, aber die Geschichte ist unglaublich süß. Trotz des ungewöhnlichen Erzählstils erhält man tiefe Einblicke in die Gefühle von Gabe und besonders Lea, die etwas gesprächiger ist, sodass man mitfiebern kann, ob bzw. wie die zwei zueinander finden werden.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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