Montag, 8. Mai 2017

Rezension: Amethystviolett (Fairies 2) von Stefanie Diem

Fairies 2
Amethystviolett

Autorin: Stefanie Diem
erschienen April 2017
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60322-4
© Carlsen Impress
viel spannender als Band 1

Achtung – zweiter Teil der Reihe, inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Mehr als zwei Monate sind seit den Ereignissen von →Kristallblau vergangen. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall notwendig, da die begonnenen Handlungsstränge weitergeführt werden, die Rückblicke fallen allerdings eher kurz aus.

Sophie ist weiterhin die Ich-Erzählerin der Geschichte. Mit ihr zusammen schaut der Leser auf die schlimmen Ereignisse zurück und erlebt Sophies aktuelle Ausbildung mit. Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle zeigen nachvollziehbar, wie der Teeanger die aktuellen Geschehnisse erlebt und wie Sophie sich im Verlauf der Handlung weiterentwickelt. Auch ihre inneren Konflikte, die Zerrissenheit und ihr Hadern mit der Situation können dank der Erzählperspektive mitverfolgt werden.

Band 1 war mir zu sehr geprägt von den Kreuzfahrtschiffbeschreibungen, die eher ein Urlaubsgefühl vermittelten, während die Handlung nicht so recht vorankam. Daher war ich zu Beginn dieses Buches etwas skeptisch. Doch Amethystviolett konnte mich schnell in seinen Bann ziehen.
Die Handlung ist von Beginn an spannend – nach dem Angriff herrscht immer noch Chaos und Unwissenheit über die Vermissten. Doch die Ausbildung muss weitergehen und die große Verwandlungszeremonie steht bevor. Dass an Sophie irgendwas besonders sein muss, war zu erwarten, dennoch konnte mich die Handlung hier mehrfach überraschen.
Sophie muss sich erst in ihrer neuen Rolle zurechtfinden. Die Unsicherheit, die sie zunächst hemmt, ist nachvollziehbar. Dennoch beweist sie mehrfach Mut und Stärke.

Die Handlung bietet viel Spannung, ein wenig Action und dramatische Szenen. Auch gefühlvolle Momente sind vorhanden. Unerwartete Wendungen sowie Charaktere, die immer nur einen Teil der Wahrheit preisgeben, sorgen dafür, dass die Spannung weiter steigt.
Zum Ende hin spitzt sich die Situation zu, es wird immer dramatisch – und dann ist es an einer sehr spannenden Stelle einfach vorbei. Nun bin ich bereits sehr neugierig auf den nächsten Band.

Viel Temporeicher und spannender als der Vorgänger. Amethystviolett konnte mich mit seiner oft überraschenden Handlung durchweg fesseln. Sophie ist mir nun viel sympathischer geworden, ihre innere Zerrissenheit ist dank der Erzählperspektive gut nachvollziehbar. Das Ende ist sehr offen und macht neugierig auf den nächsten Teil.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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