Freitag, 10. März 2017

Rezension: Rebecca Wild - 1001 Kuss - Djinnrache

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1001 Kuss (2)
Djinnrache

Autorin: Rebecca Wild
erschienen Februar 2017
ISBN: 978-3-646-60294-4
Djinnabenteuer in der zweiten Runde - düsterer als Band eins

Djinnrache ist der zweite Band der 1001 Kuss Reihe von Rebecca Wild, daher enthält meine Rezension Spoiler in Bezug auf den ersten Band Djinnfeuer. Um wirklich alle Zusammenhänge zu verstehen, würde ich Vorwissen auf jeden Fall empfehlen.

Rani hatte sich ein etwas ruhigeres Leben erhofft, nachdem sie den Kampf um ihren Djinn Jaal erfolgreich bestritten hat. Doch auf dem Schiff will nicht so richtig Ruhe einkehren. Neue Gefahr droht, denn die anderen Djinn können die Verbindung des ungleichen Paares nicht gut heißen. Und als wäre das noch nicht genug, warten noch andere Probleme und Abenteuer auf die Piratenmannschaft.


Ich habe beide Bände direkt nacheinander gelesen, so waren meine Erinnerungen natürlich noch frisch und ich kannte die Figuren, ihre Verbindungen untereinander, die Zusammenhänge usw. Immer wieder gibt es im Verlauf kleine Hinweise auf die Ereignisse im ersten Band, die dabei helfen, sich an die Geschichte zu erinnern, wenn das Lesen schon länger zurück liegt. Ich denke, die wichtigsten Zusammenhänge kann man damit auf jeden Fall erfassen, ob man komplett alles verknüpfen kann, sollte man den ersten Band gar nicht kennen, kann ich nicht richtig einschätzen. Wenn man die Vorgeschichte kennt, wird es auf jeden Fall einfacher sein, sich in der Handlung zu Recht zu finden. Ich habe die Rückblenden, trotz aktuellem Wissensstand, nicht als störend empfunden, sie sind dezent gestaltet und fügen sich schön in die Gesamthandlung ein.

Die Charaktere bilden wieder eine bunte Mischung. Viele der Figuren kennt man bereits aus dem ersten Band, dieses Mal rücken nun einige der Piraten noch mehr in den Vordergrund. Andere Figuren, die wir im Palast kennen gelernt haben, rücken in den Hintergrund und es kommen noch neue Charaktere dazu, die für frischen Wind und reichlich neue Probleme sorgen.
Zwei der Protagonisten sind wieder Jaal und Rani, die ihre ungewöhnliche Beziehung nutzen, um noch mehr Schrecken auf den Ozeanen zu verbreiten. Doch ihre Verbindung steht unter keinem guten Stern. Andere Djinn beobachten die beiden argwöhnisch und versuchen viel, um einen Keil zwischen das junge Glück zu treiben. Spannung und Dramatik auf magische Weise ist da vorprogrammiert.

Der Schreibstil von Rebecca Wild ist wieder flüssig, angenehm und spannend gestaltet. Insgesamt ist der zweite Band jedoch deutlich düsterer und verbreitet nicht so ein orientalisches Flair, wie es in Band eins der Fall war. Die Schauplätze, fern ab des Palastes, unterstützen die Stimmung der Geschichte und machen deutlich, welche Hürden die Figuren auf sich nehmen, um ihren Zielen näher zu kommen.
Durch die Perspektivwechsel hat man Einblick in die verschiedenen Handlungsstränge, die parallel voneinander verlaufen. Die Ereignisse in den Abschnitten überschneiden, ergänzen und verbinden sich nach und nach, manche Stränge laufen aber auch wieder auseinander, bis alles im großen Finale endet.
Auch wenn die Geschichte, aus meiner Sicht, etwas von der Leichtigkeit des ersten Teiles einbüßt, da die Handlung deutlich problembehafteter ist, hat es viel Spaß gemacht, Rani, Jaal und die anderen auf ihren erneuten Abenteuern zu begleiten.

Nicht ganz so orientalisch, aber wieder mit viel Magie, Gefühl und neuen Problemen, die die Figuren vor große Herausforderungen stellen. Das offene Ende lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen.


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