Donnerstag, 5. Januar 2017

Rezension: Hexenzorn (Belle et la magie 2) von Valentina Fast

Belle et la magie (2)
Hexenzorn

Autorin: Valentina Fast
erschienen Dezember 2016
ISBN: 978-3-646-60266-1
© Carlsen
 viel Gefühlswirrwarr, wenig Spannung

Obwohl Teil 1, Hexenherz, noch gar nicht sooo lange her ist, fiel mir der Einstieg doch nicht so ganz leicht. Rückblicke gibt es kaum. Zwar erinnern sich die Figuren an viele zurückliegende Ereignisse, aber diese werden dabei nur kurz benannt und nicht weiter ausgeführt, sodass ich oft dachte: ja, da war was, aber was genau....? Daher dauerte es etwas, bis ich in die Geschichte zurückgefunden habe. Vorwissen ist aber auf jeden Fall notwendig. Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich daher.

Leider hatte ich aber auch insgesamt einige Schwierigkeiten mit dem Buch. Die Geschichte zog sich für mich ziemlich. ¾ des Buches dreht es sich um wirre Gefühle. Hoffnung, Zurückweisung, neue Hoffnung. Gespräche über Gefühle, sich im Kreis drehende Gedanken über Gefühle.
Nicht nur Belle und Gaston können sich einfach nicht entscheiden, was sie wollen, sondern noch zwei weitere Konstellationen sorgen für allerlei Gefühlsduselei, sodass die Handlung nicht wirklich vorankommt. Zwar gibt es ein paar mysteriöse Vorfälle, insgesamt passierte mir aber einfach zu wenig.

Der Erzählstil wird beibehalten: Überwiegend schildert Belle die Handlung aus ihrer Sicht, dazwischen gibt es erneut einige Passagen mit Sandrine als Ich-Erzählerin, sodass der Leser einen guten Überblick über die Handlung an verschiedene Orten bekommt, gleichzeitig aber mit den Figuren über die Ereignisse im dunklen Tappen und miträtseln kann, was es mit den Vorkommnissen auf sich hat - die ein oder andere falsche Spur inbegriffen. Ein Teil der Auflösung deutet sich dann relativ früh an, während andere Erkenntnisse komplett unerwartet kamen.

Erst auf den letzten Metern wird die Handlung unglaublich spannend und dramatisch. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, es gibt einige Überraschungen und Schockmomente.
Am Ende werden die wichtigsten Fragen geklärt und die meisten Handlungsstränge abgeschlossen. Allerdings endet das Buch zu einem Zeitpunkt, wo noch vieles in der Schwebe steht, sodass es wohl dem Leser überlassen bleibt, sich die Zukunft weiter auszumalen.

Die erste Hälfte des Buches war mir einfach zu langwierig. Es passiert nicht so richtig viel, außer dass drei vermeintliche Pärchen ausführliche ihre Gefühle analysieren. Kleine mysteriöse Vorfälle sorgen zwar für Neugier, wirklich spannend wird es aber leider nur im letzten Viertel des Buches. Hier überschlagen sich die Ereignisse und es geht alles schon fast ein wenig zu schnell.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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