Montag, 9. Januar 2017

Rezension: Demonhearts & Angelwings von Jana Goldbach

 Demonhearts & Angelwings

 Autorin: Jana Goldbach
erschienen Januar 2017
ISBN: 978-3-646-60260-9 (epub)

© Impress (Carlsen)
Klappentext weckt falsche Erwartungen...

Dies ist eins der wenigen Impress-Cover, das mir gar nicht zusagt. Trotzdem hat mich der Klappentext sofort angesprochen, sodass ich das Buch gern lesen wollte.
Nun weiß ich allerdings wieder, warum ich so ungern Klappentexte lese – ich habe etwas völlig anderes erwartet und wurde daher leider etwas enttäuscht.

Um zu erklären, wo das Problem liegt, gibt’s hier ausnahmsweise mal den Klappentext vom Verlag statt der eigenen Zusammenfassung:

Als Amber auf den ebenso arroganten wie gutaussehenden Gwin trifft und ihm nach seiner plumpen Anmache eine Ohrfeige verpasst, ahnt sie noch nicht, mit wem sie es zu tun hat. Gwin ist nämlich ein Dämon und zudem der Sohn des obersten Clananführers. Um dessen Amt weiterführen zu können, muss Gwin seinem Clan eine Opfergabe in Form eines Menschenmädchens darbringen. Nur leider hat er die Rechnung ohne die aufmüpfige Amber gemacht. Die ist nämlich gar nicht so naiv wie gedacht und bindet den stolzen Dämon prompt mit einem Zauber an sich. Als die beiden sich langsam näherkommen, muss Gwin schließlich feststellen, dass die Liebe nicht immer Flügel verleiht…© Impress (Carlsen)

Amber habe ich mir nun als starke, selbstbewusste Jugendliche vorgestellt, die absichtlich zu dem Zauber greift, um sich gegen den Dämon zu wehren.
Nicht erwartet habe ich, dass es sich bei Ambers Zauber um einen misslungenen „Internetzauber“ handelt. Einerseits ist es ja nicht so abwegig, dass in einer Welt, in der Dämonen existieren, auch Zaubersprüche funktionieren, die man im Internet findet, aber irgendwie wirkte diese Szene, auch in ihrer Durchführung, auf mich so unrealistisch, irgendwie schräg...
Leider wurden dann die vermeintlichen Auswirkungen des Zaubers auch nicht richtig konsequent durchgeführt, wodurch die Handlung an einigen Stellen nicht ganz stimmig war. Dadurch wurde in meinen Augen bei der eigentlich spannenden Idee viel Potential verschenkt, denn daraus hätten sehr interessante Situationen entstehen können.

Ansonsten entwickelt sich danach eine recht unterhaltsame Story – ein bisschen Liebe, ein bisschen Drama, ein bisschen Gefahr. Gwins Welt ist spannend und erst spät klärt sich, was es mit Gwins Aufgabe genau auf sich hat.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt.
Während Ambers Passagen in der Ich-Perspektive gehalten sind, wird Gwins Sicht in der personalen Form geschildert. Dadurch erhält der Leser Einblicke in die Gedanken und Gefühle beider Figuren und erfährt, wie die Begegnungen der zwei aufeinander wirken.

Die Dialoge der zwei sind ganz witzig. Amber und Gwin sind sich eigentlich selten einig, sodass es zu manch spaßiger Streitszene kommt. Doch auch ruhige, emotionale Momente hat die Geschichte zu bieten. Leider kommt nicht so richtig Tempo in die Handlung, es gibt zwar einige spannende Szenen, insgesamt ist die Geschichte aber recht ruhig.

Nicht langweilig, aber auch nicht so richtig fesselnd. Während ich Gwins Welt sehr spannend finde, stört mich die Art, wie Amber den „Zauber“ ausführt. Durch die inkonsequente Handhabung mit dessen Auswirkungen ergeben sich leider einige Unstimmigkeiten in der Handlung. Ansonsten ist es unterhaltsam, das Zusammenspiel der Protagonisten zu verfolgen, richtig spannende Szenen gibt es aber nur wenige.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Das Cover finde ich auch nicht hübsch und würde mich hier definitiv nicht zum Kauf anregen. Aber der Inhalt hört sich doch interessant an. :)

    ♥liche Grüße - Lenchen

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  2. Huhu Liebes,
    mit diesem Buch habe ich gerade begonnen, deshalb habe ich nur vorichtig auf dein Fazit geschaut. Doch ich kann dir jetzt schon zu stimmen. Ich bin gespannt was mich wohl noch erwarten wird :)
    Viele Grüße
    Line

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