Donnerstag, 1. Dezember 2016

Rezension: Vanessa Sangue - Dark Hope - Gefährten der Einsamkeit

©LYX
Gefährten der Einsamkeit
Dark Hope (3)

 Autorin: Vanessa Sangue
erschienen 1. Dezember 2016
Verlag: LYX
ISBN: 978-3-7363-0432-1

leidenschaftlich, spannend, vampirisch


Bei diesem Buch handelt es sich bereits um den dritten Band der Dark Hope Reihe, man kann die Bücher jedoch getrennt voneinander lesen und muss nicht zwingend Vorwissen mitbringen. Während es im zweiten Buch um Gestaltenwandler ging, dreht sich Buch drei nun wieder um die Vampire, die wir bereits im ersten Buch kennen gelernt haben. Die Dinge, die man benötigt, um die Verbindung zwischen den Personen zu verstehen, werden hier aber noch mal erwähnt.

Dimitri leidet seit mehreren Jahrhunderten unter dem Verlust seiner Gefährtin. Amila hat ein Stück seines Herzens mit in den Tod genommen und obwohl so viel Zeit vergangen ist, kann er einfach nicht los lassen. Als der Vampir nun durch Zufall auf eine junge Frau trifft, die seiner ehemaligen Gefährtin zum Verwechseln ähnlich sieht, werden alte Wunden wieder aufgerissen. Kann sie wirklich seine Gefährtin sein? Und wie hoch ist der Preis, den er für dieses Zugeständnis zahlen muss? Eine ereignisreiche Zeit liegt vor dem Vampir, der noch nicht ahnt, wie schlimm es wirklich wird.


Der Schreibstil von Vanessa Sangue ist angenehm, flüssig und fesselnd. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe mich gut mitgenommen gefühlt. Durch detaillierte, bildhafte Beschreibungen ist es leicht möglich, sich alle Figuren und Schauplätze gut vorzustellen. Die Welt der Vampire wird lebendig mit all ihren blutigen, brutalen, aber eben auch einfühlsamen Seiten. Über den Clan rund um Kyriakos haben wir bereits im ersten Band einiges erfahren, so kannte ich mich mit den Regeln und der Lebensweise schon etwas aus. Doch auch wenn man kein Vorwissen hat, wird man sich gut zu Recht finden und überrascht sein, wie es bei den Vampiren wirklich aussieht. Viele der Klischees, die sonst den Vampiren zugeschrieben werden, sind hier nicht zu finden. Mir gefällt diese Herangehensweise sehr gut, weil die Geschichte so eigenständig und besonders wird.
Die Vernetzung der magischen Welt wird im Verlauf des Buches immer deutlicher. Seit dem Wendejahr ist viel passiert und die übernatürlichen Wesen müssen sich nicht mehr erstecken – zumindest nicht immer.

Neben den bekannten, liebgewonnenen Charakteren rücken nun auch andere Figuren in den Mittelpunkt, die im ersten Band nicht so eine tragende Rolle gespielt haben. Man erfährt viel über Dimitri, seine Vergangenheit, seine Schattenseiten, seinen Schmerz und seine große Liebe. Ihn intensiver kennen zu lernen, war sehr interessant, weil er viel mehr Facetten zu bieten hat, als man zunächst vermuten würde.
Amila ist eine junge Frau, die schon viel erlebt hat in ihrem Leben. Sie hat einen starken Willen und ein gutes Herz. Doch genau das hat sie in einen Pakt getrieben, der ihr nun das Leben zur Hölle macht. Obwohl sie jetzt die Chance bekommt, endlich zu leben und glücklich zu sein, rennt ihr die Zeit davon und es scheint keine Lösung in Sicht, um ihr Schicksal noch zu wenden.

Durch die Perspektivwechsel ist es möglich, beide Protagonisten intensiv zu begleiten und Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelten zu bekommen. Immer wieder wird es emotional aufwühlend, aber auch sehr leidenschaftlich und erotisch. Die Zerrissenheit der Protagonisten wird deutlich. Sie sind gefangen in ihrer Lust und Liebe, aber auch immer getrieben von der mangelnden Zeit und der fehlenden Lösung. Wie zwei Seiten, die in ihnen toben und ihre Welt auf den Kopf stellen.

Die Kapitelüberschriften machen den Zeitdruck besonders deutlich und erzeugen so eine zusätzliche Spannung. Bis zum Schluss bangt man mit den Figuren, dreht und wendet die verschiedenen Möglichkeiten, die einem selbst so einfallen und wird dann doch wieder überrascht.

Eine faszinierende, abwechslungsreiche, leidenschaftliche Geschichte, die mich begeistern konnte. Einmal angefangen konnte ich das Buch kaum zur Seite legen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es mit Amila weiter geht.


Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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