Sonntag, 25. Dezember 2016

Rezension: Heike M. König - Legacy - Pakt der Wölfe

©Arena- digi:tales
Legacy 3

Der Pakt der Wölfe

 Autorin: Heike M. König
erschienen: Dezember 2016
Verlag: Arena- digi:tales
ISBN:  978-3-401-84029-1

temporeiche, spannende Fortsetzung und ein Zwischenabschluss

Da es sich um den dritten Teil der Legacy-Reihe handelt, sollte man unbedingt Vorwissen mitbringen. Auf Wiederholungen und Rückblicke wird weitestgehend verzichtet, ein Einstieg mitten in der Reihe ist daher nicht zu empfehlen.
Meine Rezension kann Spoiler in Bezug auf die ersten beiden Bände enthalten.


Wie bereits bei den anderen beiden Büchern geht die Handlung nahtlos weiter. Zum Ende des Buches erklärt sich auch, wieso es kaum Rückblenden oder Hinweise auf die vorherige Handlung gibt. Die drei Folgen scheinen als zusammenhängendes Buch geschrieben worden zu sein und genau der Eindruck hat sich auch beim Lesen ergeben. Ich hatte nie das Gefühl, sie isoliert betrachten zu müssen, sondern als Gesamtwerk und war daher froh, alle drei Bücher am Stück gelesen zu haben. Mit längeren Pausen zwischen den Büchern wäre es vielleicht schwierig gewesen, sich an alles zu erinnern. Ich bin nun gespannt, ob Band vier bis sechs ähnlich aufgebaut sind und ob es dort zu Beginn noch mal einen kleinen Rückblick geben wird.

Dieser Teil ist wirklich noch mal temporeicher und spannender, obwohl sich schon zum Ende des zweiten Bandes die Ereignisse überschlagen haben. Die Geschwister befinden sich fast durchgehend auf der Flucht, sie können kaum zur Ruhe kommen und müssen immer wieder neue Herausforderungen meistern. Der Eindruck, dass man sich nie ganz sicher sein kann, wem man trauen sollte, bestätigt sich im Verlauf der Handlung. Der Verrat stellt sie vor neue, riesige Probleme.
Zeitweise wird es ziemlich brutal und blutig. Leni und die anderen werden nicht geschont. Erbarmungslos werden sie verfolgt, von allen Seiten, denn ihr Auftauchen in der magischen Welt hat für großes Chaos gesorgt. Da bleibt nur wenig Raum für tiefe Gefühle, auch wenn sie immer wieder versuchen, sich einen Weg an die Oberfläche zu bahnen.

Im Verlauf der Handlung bekommt man nun auch ein paar Erklärungen, so dass sich Zusammenhänge ergeben und man die Geschehnisse ein wenig besser einordnen kann. Und obwohl ich selbst auch super neugierig darauf war, zu erfahren, wieso alle so ein großes Interesse an den Jugendlichen haben, wieso ständig neue Probleme auftauchen und was hinter all dem steckt, fand ich die Zeitpunkte für Erklärungen teilweise unpassend. Die Neugier ist sicher natürlich und besonders, wenn man nicht weiß, wem man trauen darf, möchte man manche Dinge einfach wissen, bevor man weiter machen kann, aber wenn man fast das gesamte Buch damit beschäftigt ist, zu fliehen, dann sollte man, in meinen Augen, nicht mitten auf der Flucht mal eine Pause für einen Plausch machen. So spielen sie ihren Gegnern in die Hände, sind langsamer und setzen sich unnötigen, neuen Gefahren aus. Nun kann man von 16jährigen Protagonisten sicherlich nicht erwarten, dass sie ständig alles im Blick haben und sich nur vom Verstand leiten lassen, wenn das Bauchgefühl so laut schreit. Ich habe es trotzdem als unpassend empfunden, da ich selbst als Leser auf heißen Kohlen saß und einfach wollte, dass sie sich erst in Sicherheit bringen, bevor sie sich Erklärungen geben lassen.

Insgesamt sehr spannend, actionreich und turbulent – ich bin nun neugierig auf die Fortsetzung und gespannt auf die Dinge, die uns dann noch erwarten werden.





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