Mittwoch, 30. November 2016

Rezension: Chaosherz von Teresa Sporrer

Chaos-Reihe 2
Chaosherz

Autorin: Teresa Sporrer
erschienen November 2016
ISBN: 978-3-646-60255-5 (epub)
© Impress
May = Chaos = unterhaltsame Lesestunden

2. Teil der Chaos-Reihe. Inhaltliche Spoiler in Bezug auf den Vorgänger vorhanden.

Noah ist wieder ein Mensch und damit könnte Mays Leben nun perfekt sein. Doch er meidet sie, was die junge Hexe sich nicht erklären kann. Je mehr sie sich in ihre Trauer und Verzweiflung hineinsteigert, desto mehr geraten ihre Kräfte außer Kontrolle. Und plötzlich herrscht ziemliches Chaos...

May ist weiterhin die Ich-Erzählerin der Geschichte. In einem kurzen Prolog gibt sie dem Leser – als Erinnerungshilfe – eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse und wie sie selbst dazu steht.
Wie schon in Band 1 überzeugt der Erzählstil durch Mays oft sarkastischen, bissigen sowie witzigen Kommentare und die jugendliche, flüssige Sprache.

Die Handlung wird von allerlei Chaos bestimmt. May ist aufgrund ihrer Gefühle für Noah schlecht drauf und lässt dies auch ihre Umgebung spüren – was in der Schule zu Durcheinander führt, beschert dem Leser spaßige Szenen.
Doch nicht nur Gefühle spielen eine Rolle, auch Mays Familienchaos hält weiter an, woran besonders ihr göttlicher Vater erneut großen Anteil hat.

Die Handlung ist witzig und unterhaltsam. Mays Leben wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ständig passiert etwas neues, unerwartetes, was das Leben des Teenagers erneut auf den Kopf stellt. Ruhige Momente sind ihr nur selten vergönnt, doch auch emotionale Passagen hat das Buch zu bieten.
Obwohl es mir Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen, hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass es inhaltlich nicht so recht voran geht. Mays Leben läuft halt so vor sich hin – wie gesagt, mit viel Chaos und Stolpersteinen und Gefühlsdrama, aber ohne dass für mich der eine Handlungsstrang erkennbar war, wo es hingehen soll - auch wenn es immer wieder kleine Andeutungen gab, dass Mays „Feinde“ durchaus noch aktiv sind. Erst zum Schluss sorgen einige spannende Ereignisse dafür, dass die Handlung Fahrt aufnimmt und deutlich wird, welche Aufgaben May und ihrer Familie noch bevorstehen. Das Ende ist dann allerdings sehr offen.

Aufgrund Mays lockerer, witziger Erzählweise, liest sich die Geschichte leicht und flüssig. Emotionale und chaotische Momente sorgen für unterhaltsame Lesestunden, richtig spannend wird das Buch aber erst kurz vor Schluss.



Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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