Dienstag, 15. November 2016

Rezension: Carina Mueller - Hope & Despair - Hoffnungsstunde

©Impress
Hoffnungsstunde
Hope & Despair 3

 Autorin: Carina Mueller
erschienen November 2016
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60222-7

spannender Abschluss mit Überraschungen

Hoffnungsstunde ist der Abschlussband der Trilogie, man sollte zum Lesen Vorwissen haben, da die Dinge, die noch mal auf gegriffen werden, nicht ausreichen werden, um alle Zusammenhänge zu verstehen. Außerdem würde einem die Entwicklung der Figuren entgehen.

Meine Rezension kann kleine Spoiler in Bezug auf die vorangegangene Handlung enthalten!

Die Welt der Probas und Improbas steht ziemlich Kopf. Nicht nur durch die aufwühlenden Ereignisse der vergangenen Zeit, sondern auch durch die Vermischung der Gefühlswelten. Wenn der Hass auch fähig ist, Liebe zu empfinden und im Herzen der Verzweiflung Platz für Hoffnung ist, dann kann man daran schon erkennen, wie viel sich verändert hat. Doch es ist noch lange keine Zeit für Ruhe und Entspannung. Neue unerwartete Bedrohungen tun sich auf und stellen die Figuren vor riesige Hürden.


Der Beginn von Band drei setzt ziemlich nahtlos an das Ende von Band zwei an, ich habe einfach das letzte Kapitel noch mal nachgelesen, um wieder gut in die Geschichte rein zu finden. Wenn etwas Zeit vergangen ist, hat man eben doch nicht mehr alle Fakten so ganz im Kopf.
Im Verlauf des Buches gibt es kleine Rückblenden und Hinweise auf die Handlung aus den ersten beiden Büchern. Das hilft auf jeden Fall dabei, kleine Erinnerungslücken zu schließen. Wenn man jedoch die Vorgängerbände nicht gelesen hat, wird es sicher schwer, alle Verknüpfungen zwischen den Personen zu verstehen und man würde auch die Entwicklung nicht so intensiv mit erleben.

Mir hat es in diesem Buch auch wieder besser gefallen, dass nicht ständig die Bedeutung der Namen wiederholt wurde. Man weiß, wofür die Namen stehen und wie die Figuren sein sollten, die dahinter stecken. Zwar gibt es inzwischen einige Abweichungen, aber der Fokus wurde nicht immer wieder darauf gelegt. So ist der Schreibstil deutlich flüssiger und sehr angenehm.
Wie bereits in den anderen Büchern wird die Geschichte wieder aus der Perspektive von Hope und Despair erzählt. Die wechselnde Ich-Perspektive lässt intensive Einblicke in die Gefühle und Gedanken der beiden Protagonisten zu. Dadurch kann man die Entwickelung, die die beiden durchlaufen haben, noch besser verfolgen. Sie haben sich sehr verändert, wenn man bedenkt, wie sie zu Beginn von Band eins noch eingestellt waren. Sie sind nicht nur zu einem Team geworden, sondern schauen nun auch deutlich über den Tellerrand hinaus, der ihnen vorher eingebläut wurde.
Da man nahezu alle Figuren kennt, kann man sich gut auf die Entwicklungen von und zwischen ihnen konzentrieren, ohne ständig neue Verknüpfungen und Verstrickungen abspeichern zu müssen. Die Figuren, die dazu kommen, bekommt man schnell einordnet.

Immer wieder gibt es Enthüllungen, Überraschungen und Wendungen. Auch wenn man denkt, die Figuren gut zu kennen, wird man zwischendurch eines besseren belehrt. Hinweise, die in der vorangegangenen Handlung eingestreut wurden, verknüpfen sich jetzt zu einem Gesamtbild.
Obwohl es zahlreiche Herausforderungen und Schwierigkeiten gibt, hatte ich weite Strecken des Buches das Gefühl, dass es recht ruhig abläuft. Es gibt Passagen, in denen das Tempo steigt und man den Charakteren anmerkt, wie gestresst und unter Druck gesetzt sie sind, teilweise hätte ich es aber etwas mehr erwartet. Auch wenn ich den Figuren nichts schlechtes will, waren sie manchmal doch fast etwas zu besonnen, wenn man sich überlegt, wie viel auf dem Spiel steht und wie sie sonst handeln.

Ein schöner Abschluss der Trilogie mit Überraschungen und Enthüllungen, auch wenn ich mir einige Stellen etwas anders gewünscht hätte.



Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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