Sonntag, 30. Oktober 2016

Rezension: Christa Kuczinski - Blutmond. Roseend 3

©bookshouse
Blutmond
Roseend 3

 Autor: Christa Kuczinski
erschienen März 2016
Verlag: bookshouse
ISBN: 978-3-646-60268-5

schöner Abschluss, gefühlvoll und spannend

„Blutmond“ ist der Abschluss der Roseend-Trilogie, meine Rezension kann also Spoiler in Bezug auf die ersten Bände enthalten. Es gibt zwar kleine Hinweise auf die Vorhandlung, ich denke aber, die reichen nicht aus, um alle Zusammenhänge zu verstehen, die Vorgeschichte sollte also bekannt sein.

Inhaltlich möchte ich nicht so viel verraten, vielleicht nur ganz kurz:
Sara und Jack würden eigentlich gern ihr Leben genießen, sich auf ihre Zukunft freuen und die letzten Strapazen hinter sich lassen. Doch leider tun sich bereits neue Probleme und Gefahren auf, die es ihnen nicht möglich machen, zur Ruhe zu kommen.


Im Verlauf der Geschichte sind kleine Rückblicke und Erinnerungen eingebaut, die einem noch mal Hinweise auf die vorangegangene Handlung geben. Mir hat das geholfen, die Zusammenhänge wieder im Gedächtnis zu haben, da zwischen Band zwei und drei doch einige Monate vergangen sind. Es ist insgesamt aber dezent gehalten und dadurch nicht langatmig.
Wie bereits in den ersten beiden Büchern gibt es auch hier wieder Perspektivwechsel. So kann man verschiedene Handlungsstränge parallel verfolgen und bekommt mehr mit, als die Protagonisten. Die Stränge verflechten sich immer mehr, haben Berührungspunkte, gehen ein Stück weit auseinander, bevor sie wieder zusammen laufen.
Da man die Charaktere der Reihe bereits kennt und nur wenige Figuren dazu kommen, bleibt es übersichtlich und man kann, trotz der Perspektivwechsel, schnell alle Verbindungen wieder herstellen. Sara und Jack sind sympathische, wenn auch etwas eigensinnige, Protagonisten, die in einem Ort leben, der oftmals idyllisch wirkt. Nur in den Vollmondnächten kommt zum Vorschein, was sich hinter den Bewohnern wirklich verbirgt. Durch detaillierte, bildhafte Beschreibungen, besonders auch der Schauplätze, kann man sich die Umgebung gut vorstellen und findet sich schnell wieder zu Recht in Roseend.

Das Sara eine besondere Werwölfin ist, war bereits in den vorherigen Büchern klar. Trotzdem gibt es noch einige Geheimnisse zu Lüften und viel zu entdecken. Während sie versucht, ihrer Familiengeschichte auf die Spur zu kommen und gleichzeitig ihre eigene Familie zu schützen, spitzt sich die Lage um sie herum zu. Neue Probleme stellen Sara vor ungeahnte Herausforderungen und nicht alle können ihre Alleingänge gut heißen. Durch die Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonistin kann man ihr Handeln allerdings gut nachvollziehen. Wenn die Menschen, die man liebt,  in Gefahr sind, dann entscheidet man eben nicht immer nur mit dem Kopf.
Neben den Enthüllungen und Bedrohungen gibt es auch Raum für gefühlvolle und sinnliche Momente. Detaillierte erotische Passagen gibt es nicht, da sind dem Leser alle Freiräume gelassen, sich selbst auszumalen, was hinter verschlossenen Türen passiert.

Ein schöner Trilogieabschluss mit Intrigen, Geheimnissen, Spannung und Gefühl. Bleibt zu hoffen, dass nun Ruhe einkehrt in Roseend.

Danke an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Wölfin des Lichts Schattenklang Blutmond

1 Kommentar:

  1. Liebe Dana,
    diese Rezi musste ich quer lesen. Ich hab bislang nur Teil 1 gelesen und fand es wirklich total schön. Daher hatte ich Angst vor Spoilern. Aber dein Fazit sagt ja schon viel aus. Ruhe? In Roseend? Kann ich mir nicht vorstellen ;-)

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