Montag, 26. September 2016

Rezension: Road to Forgiveness von Martina Riemer

Road to Forgiveness
Herzenswege 2

Autorin: Martina Riemer
erschienen September 2016
ISBN: 978-3-646-60218-0 (epub)
© Impress
emotional & tiefgründig

Ava und Nathan begegnen sich zufällig an der Uni. Schnell erkennen sie, dass der jeweils andere einen ebenso tiefen Schicksalsschlag erlitten hat, wie sie selbst. Doch das volle Ausmaß erahnen sie noch nicht – bis sie sich näher kennenlernen...

Zwar habe ich Road to hallelujah damals zur Veröffentlichung gelesen, wirklich daran erinnern konnte ich mich aber nicht mehr und während des Lesens sind auch nur wenige Erinnerungen zurückgekehrt, weil kaum auf die Geschichte eingegangen wird. Daher würde ich sagen, man benötigt kein Vorwissen, da Road to forgiveness eine völlig unabhängige Geschichte erzählt, in der zwar bekannte Figuren auftauchen, diese aber ausreichend neu eingeführt werden.

Gerechnet habe ich mit einer sanften Liebesgeschichte. Doch diese Erwartungen hat das Buch bei weitem übertroffen. Den Leser erwarten harte Schicksalsschläge, ernst Gedanken und tiefe Gefühle. Zwangsläufig gerät man ins Grübeln über das eigene Leben und die Einstellung dazu. Denn die beiden Hauptfiguren leben beides vor: Lebensbejahung trotz herbem Verlust, ebenso wie Selbstgeißelung nach vermeintlicher Schuld.
Beide müssen lernen, ihr Schicksal anzunehmen und sich auf etwas neues einzulassen. Und dabei kann der Leser die Protagonisten hautnah begleiten:

Ava und Nat erzählen die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive. Dabei werden teilweise gleiche Ereignisse aus beiden Perspektiven geschildert, sodass die unterschiedliche Wahrnehmung deutlich wird. Aber auch Rückblicke in die Vergangenheit gibt es. Die Eindrücke der Gedanken und Gefühle sind dabei sehr intensiv und anschaulich.

Die Handlung hat einige Überraschungen zu bieten. Anfangs kann man nur erahnen, was Nat und Ava zugestoßen sein mag. Erst nach und nach eröffnet sich das volle Ausmaß.
Die vorsichtige Annährung zwischen den Charakteren ist schön zu verfolgen. Natürlich gibt es dabei immer wieder Rückschläge und Missverständnisse, die zu neuen dramatischen Momenten führen.

Den Leser erwartet eine emotionale Achterbahnfahrt mit den Figuren – und viel Raum zum Nachdenken. Süße Liebesgeschichte eingebunden in eine emotionale, tiefgründige, teils dramatische Story mit einigen Wendungen.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Hey Anja,

    Ich kenne den ersten Band auch noch nicht, aber ich mag Geschichten, in denen sich die Geheimnisse der Protas nach und nach enntfalten. Muss ich mir mal im Auge behalten!

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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