Freitag, 9. September 2016

Rezension: Natalie Matt und Silas Matthes - Kings & Fools - Verbotene Mission

© Oetinger34
 Kings & Fools, Band 6
Vermisste Freinde

 Autor: Natalie Matt, Silas Matthes
erschienen Mai 2016
Verlag: Oetinger34
ISBN: 978-3-95882-074-6  

spannend und temporeich, aber eben nicht das Ende...



„Verbotene Mission“ ist bereits der sechste Band der Kings & Fools Reihe, meine Rezension kann daher Spoiler in Bezug auf die anderen Bände enthalten. Man sollte auf jeden Fall Vorwissen haben, da es sonst schwer fallen wird, die Zusammenhänge und Verbindungen zu verstehen.

Die Lage spitzt sich immer weiter zu, nur zusehen und abwarten reicht schon lange nicht mehr aus. Es muss gehandelt werden – schnell! Nach der überraschenden Offenbarung zum Ende des fünften Teils, hat sich das Blatt nun möglicherweise gewendet. Die Zirkelmitglieder aus Favilla schmieden gefährliche Pläne, deren Gelingen ungewiss ist. Und immer bliebt die Frage im Hinterkopf: Wem kann man wirklich trauen?


Da ich dieses Buch direkt im Anschluss an Band fünf gelesen habe, hatte ich keine Schwierigkeiten, mich in die Handlung einzufinden. Ohne Vorkenntnisse wird es aber sicher schwierig. Da die Bücher jeweils aus einer anderen Perspektive geschrieben sind, bekommt man keine großen Zusammenfassungen. Mir persönlich gefällt das gut. Durch die wechselnden Ich-Perspektiven hat man immer wieder einen anderen Blick auf die Geschehnisse und auch auf die Personen. Sie nehmen sich unterschiedlich wahr, beurteilen verschieden und entscheiden nach ihren eigenen Schwerpunkten.
In diesem Band begleiten wir wieder Lucas, der lange Zeit nicht in Favilla war. Was er in der Zwischenzeit alles erlebt hat, will ich hier nicht verraten, aber es ist auf jeden Fall spannend zu verfolgen. Auch wenn er nicht allen um sich herum seine Motive verrät, so sind sie für den Leser schon deutlich. Man bekommt seine Gedanken und Gefühle, wie den Zwiespalt, Schmerz und Frust über die ausweglose Situation, intensiv mit.

Obwohl wir schon viel von Favilla und Lavis wissen, erfahren wir hier noch mal neue Dinge und bekommen auch einen Blick ins Königshaus. So erfährt man auch ein wenig mehr über die Phönixe, die zwar immer wieder eine Rolle spielen, bisher aber nicht selbst in der Handlung aufgetaucht sind.
Der Schreibstil ist wieder angenehm und flüssig. Durch detaillierte Beschreibungen, kann man sich die Orte und die Handlung gut vorstellen. Die meisten Charaktere und Handlungsorte sind einem inzwischen auch schon sehr vertraut, da fällt es leicht, sich zu orientieren und zu Recht zu finden.
Das Tempo ist von Beginn an hoch, immerhin steuern wir auf das große Finale zu- dachte ich auf jeden Fall. Die Gefahr liegt in der Luft, alle Nerven sind zum Zerreißen gespannt, nur ein Fehler und die gesamte Mission könnte zum Scheitern verurteilt sein. Das Buch ist auf jeden Fall spannend, doch umso weiter man sich dem Ende nähert, umso mehr erwartet man nun die endgültige Lösung, dass alles an seinen Platz landet und das Finale perfekt ist. Doch das gab es leider nicht. Es werden neue Steine ins Rollen gebracht, es gibt einen Ausblick auf das was sein könnte und was noch möglich ist. Erst dachte ich, das Ende ist nun einfach offen und man darf sich selbst entscheiden, wie es weiter gehen könnte. Nach einer kleinen Recherche habe ich dann jedoch herausgefunden, dass die Reihe im Frühjahr 2017 fortgesetzt wird. Zwar freue ich mich darauf noch mehr zu erfahren und dann hoffentlich noch die letzten Rätsel aufgelöst zu bekommen, wenn man aber das gesamte Buch erwartet, die Reihe ist zu Ende und man erfährt nun, wie es alles wirklich ist, dann ist das Ende schon erst mal enttäuschend. Nun heißt es wieder warten und in der Zwischenzeit hoffentlich nicht alles vergessen…

Eine temporeiche Fortsetzung mit Spannung und Gefahren für die Figuren. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass Band sechs nicht das Ende der Reihe ist, hätte es mir sicher noch besser gefallen, weil ich dann nicht immer erwartet hätte, dass doch nun das kommen muss, was alles auflöst.




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