Montag, 19. September 2016

Rezension: Belle et la magie (1), Hexenherz von Valentina Fast

Belle et la magie (1)
Hexenherz

Autorin: Valentina Fast
erschienen September 2016
ISBN: 978-3-646-60265-4
© Carlsen
Hexenwelt voller Geheimnisse und Intrigen

Als ihr Freund auf einer Party gehänselt wird, will die 17-jährige Isabelle den hochnäsigen Gaston in eine Kröte verwandeln. Die Kräfte dazu hätte die Tochter der Hexenkönigin haben müssen, aber leider misslingt der Zauber. Nun muss sie Gaston in den geheimen, magischen Wald holen, um ihren Fehler zu korrigieren. Doch plötzlich gerät alles aus dem Ruder…

Nachdem ich die Royal-Reihe der Autorin so großartig fand, war ich gespannt auf das neue Buch. Vergleichen kann man die Geschichten aber natürlich nicht.
Belle et la magie kommt mit einer faszinierenden Welt daher. Verborgen in einem magischen Wald leben die Hexen quasi unter uns, können ihren Wald verlassen und an verschiedensten Orten heraustreten, sich unter die Menschen mischen, oder wie Belle Schulen in verschiedenen Ländern besuchen.
Die Hexengemeinschaft folgt ihren eigenen Regeln. Gemeinsam mit Belle kann der Leser diese magische Welt entdecken, denn auch die junge Hexe weiß längst nicht alles über ihr Volk.

Belle ist ein sympathisches jungen Mädchen, etwas gutgläubig vielleicht, aber auf jeden fall freundlich und loyal gegenüber ihren Freunden, die sie bis aufs Blut verteidigt, auch wenn sich daraus Konsequenzen für sie ergeben. Auch etwas impulsiv und unüberlegt handelt sie manchmal, aber gerade dies macht sie sehr liebenswert.
Belle muss im Verlauf der Handlung einiges wegstecken. Ihre Welt gerät aus den Fugen. Sie erfährt Geheimnisse, muss Gefahren überstehen und wird vor schier unüberwindbare Herausforderungen gestellt.
Da die Geschichte hauptsächlich von ihr als Ich-Erzählerin geschildert wird, kann der Leser dabei an ihren vielfältigen Gefühlen und Gedanken teilhaben.

Aber es gibt noch zwei weitere Figuren, die in kürzeren Passagen in der Ich-Form berichten. Dies ermöglicht einerseits einen besseren Überblick über die Handlung, gibt dem Leser aber auch direkt zu Beginn einen kleinen Wissensvorsprung.
Eine dieser Figuren ist Gaston (die Namenswahl finde ich echt schräg...). Obwohl der Leser im Gegensatz zu Belle direkt zu Beginn einen Einblick in seine Absichten erhält, bleibt er doch durchweg eine mysteriöse Figur. Denn letztlich weiß man nicht, was wirklich sein Ziel ist und was er alles verbirgt.
Leider klärt sich diese Frage auch bis zuletzt nicht.

Und dies ist auch meine kleine Kritik an der Geschichte, die mich ansonsten gut unterhalten konnte: Ich fand die Handlung zwischenzeitlich etwas langatmig. Zwar passiert insgesamt viel, trotzdem kommen die Figuren nicht wirklich voran und es bleibt ziemlich unklar, worauf alles hinausläuft. Hin und wieder hätte ich mir einfach mehr Tempo gewünscht.
So bleiben am Ende auch noch viele Fragen offen.

Hexenwelt voller Geheimnisse und Intrigen. Insgesamt spannende Geschichte mit einigen zähen Passagen, die noch viele Fragen offen lässt.


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Huhu Anja,
    die zähen Momente sind mir gar nicht aufgefallen ;) Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und war ehrlich gesagt überrascht. Mir hat es richtig gut gefallen und ich bin gespannt wie es im zweiten Band weiter geht.
    Viele Grüße
    Line

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  2. Huhu Anja,

    ich habe dieses Buch verschlungen! Bei den zähen Momenten gebe ich dir recht, wobei ich das eher auf die späten Abendstunden und den langen Arbeitstag geschoben habe. *lach*
    Echt tolle Rezi, wenn ich es nicht schon hätte, würde ich mir es jetzt spätestens zulegen!

    Liebe Grüße
    Samy

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  3. Oh, Hexerei - also ganz nach meinem Geschmack. Werde es mir auf jeden Fall notieren. Danke für die Vorstellung.

    ♥liche Grüße - Lenchen

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