Dienstag, 23. August 2016

Rezension: Sinabell. Zeit der Magie von Jennifer Alice Jager

  Sinabell. Zeit der Magie

Autor: Jennifer Alice Jager
erschienen Januar 2016
ISBN: 978-3-646-60191-6  

© Impress (Carlsen)
           ....?

Sinabell und ihre vier Schwestern sollen heiraten. Dazu veranstaltet der König Tanzbälle. Während ihre Schwestern versuchen, sich mit tollen Kleidern zu übertrumpfen, möchte Sinabell die Bälle am liebsten meiden. Bis dort plötzlich Prinz Farin auftaucht, der kurz darauf hingerichtet werden soll, da er der Sohn einer verfeindeten Herrscherin ist. Sinabell tut alles, um ihn zu retten und wird dabei in eine Welt voller Magie und fantastischer Wesen gezogen...

Eigentlich lese ich sehr gern Fantasy und Märchen. Doch mit dieser Geschichte bin ich einfach nicht warm geworden.

Zum einen konnte ich mich nicht wirklich in Sinabell hineinfühlen, die sich zunächst mit Händen und Füßen gegen eine Zwangsheirat wehrt, um dann plötzlich alles für den Prinzen zu riskieren, mit dem sie einmal getanzt und drei Worte gewechselt hat. Dieser Wandel war für mich nicht nachvollziehbar. Und so kamen letztlich auch die Gefühle, die sie und Farin übermannen, nicht bei mir an.

Aber auch sonst konnte ich mich nicht wirklich in der Geschichte verlieren. Die Handlung bot nur wenig Spannung. Viele Szenen empfand ich als zäh und langatmig. Die verschnörkelte, blumige Sprache mit den vielen bildhaften Vergleichen – die normalerweise gut zu Märchen passt – trug sicher auch dazu bei, dass für mich kein flüssiges Lesevergnügen entstand.
Zum Ende hin wird die Geschichte zwar dramatisch, den Handlungsverlauf empfand ich aber als wirr. Warum da gerade passiert, was passiert, erklärte sich für mich nicht immer. Und so bleiben auch am Ende noch einige Fragen offen.

Nachdem Dana★★★★ die Geschichte gut gefallen hatte, war ich guter Dinge, dass das Buch auch etwas für mich sein würde. Ich finde es selbst schade, dass mich die Geschichte so gar nicht berühren und fesseln konnte.

Sprunghafte Protagonistin, zähe, wirre Story... ich habe gar nicht wirklich ins Buch reingefunden und mich mehr durchgequält. Spannung und Gefühl fehlten mir komplett. Das unsympathische Einhorn (so was sollte es echt nicht geben!) gab mir den Rest.


Kommentare:

  1. Hallöchen Anja,

    eine sehr interessante Rezension :P
    Ich habe von Jennifer Alice Jager zuerst "Being Beastly" gelesen und war mega begeistert. Danach habe ich "Sinabell" gelesen und das Buch konnte meiner Meinung nach auch mit dem anderen Buch nicht mithalten. So schlecht fand ich es dann aber auch nicht. Für mich war es eher Mittelmaß. Manchmal hat man das aber auch mit Büchern... Mein aktuelles kann mich auch überhaupt nicht begeistern oder fesseln und ich bin froh, wenn ich damit durch bin.

    Liebe Grüße und hab einen schönen Tag
    Charleen

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    1. Hallo Charleen,
      leider konnte mich auch Being Beastly nicht wirklich überzeugen.
      Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden - nun bin ich aber neugierig, was wohl dein aktuelles Buch war und werde mal stöbern ;)
      LG anja

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  2. Liebe Anja,

    vielen Dank für deine ehrliche Rezension! Bisher habe ich nur begeisterte Rezensionen gelesen und deine Sichtweise ist daher umso interessanter! Ein unsympathisches Einhorn wäre jetzt auch nicht so meins :)

    Liebe Grüße
    Nadine

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  3. Huhu Anja,

    Ich muss Being beastly auch noch lesen, davor hab ich schon ein wenig Bammel. Aber sag mal, warum liest du ein zweites Buch einer Autorin, die dich bereits mit ihrem ersten Werk nicht überzeugen konnte?

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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    1. Hallo Dani,

      weil die Geschichte gut klang. Nur weil mir einmal ein Buch eines Autors nicht gefällt, ist das doch keine Garantie, dass mir nicht ein anderes gefallen könnte, oder? ;)
      So wie ich andersherum ja nicht jedes Buch eines Autos mögen muss, nachdem mir das erste und zweite gefallen hat.
      Schließlich lag es ja nicht unbedingt am Schreibstil, dass mich Beeing Beastly nicht überzeugt hat.
      Dass ich allerdings noch einen weiteren Versuch wage, bezweifle ich nun auch ;)

      Lieben Gruß
      Anja

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  4. Hallo Dani,

    ich muss sagen, dass ich zwar das Buch nicht kenne, aber weiß, was du meinst, wenn du sagst, dass du Probleme mit einer Story hast, wenn die Hauptfigur nicht nachvollziehbar ist.
    Ich finde, das so etwas den gesamten Lesefluss aus dem Gleichgewicht bringt und man dem Rest der Story auch nicht mehr folgen möchte, weil alles an den Haaren herbeigezogen wirkt.

    Ich werde dann mal davon absehen, dieses Buch zu lesen.

    Liebe Grüße
    Julia

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