Samstag, 30. Juli 2016

Rezension: Zum Glück gibt's die Erinnerung von Felicitas Brandt

Lillian (3)
Zum Glück gibt's die Erinnerung

Autor: Felicitas Brandt
erschienen April 2015
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60119-0 

© Impress
ereignisreiche und überraschende Handlung mit offenem Ende ?!?

3. Band - Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Lillian führt weiter das Leben, das sie wollte – zumindest mehr oder weniger. Denn ein einfaches Teenagerdaseins ist der Werwolfprinzessin nicht vergönnt. Nur zu wenigen Menschen kann sie ehrlich sein und in vielen Situationen kämpft sie gegen sich selbst und den Wolf in ihr. Nun ist nicht mehr nur sie selbst in Gefahr, sondern sie droht selbst zur Gefahr zu werden...

Die Handlung setzt eine Woche nach den Ereignissen des zweiten Bandes an. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall notwendig, da begonnene Handlungsstränge weitergeführt werden, die Rückblicke fallen eher kurz aus.

Während mir der zweite Band etwas zu wenig Tempo und Spannung bot, konnte mich die Geschichte diesmal direkt wieder packen. Lillians Doppelleben wird immer problematischer –  das Lügengeflecht zieht sich immer enger Zusammen und die Verfolger rücken näher.

Zwar spielt die Beziehung zu Luca wieder eine zentrale Rolle, diesmal geht Lillian aber anders mit den Problemen um bzw. es ist viel weniger die Eifersucht, die zu Schwierigkeiten führt als viel mehr die Angst vor der Zukunft, sodass einige Gespräche hier mehr Tiefe erhalten.

Absolute Sympathieträger sind für mich aber weiterhin Lillians „Väter“ – Bill, Steven und vor allem Dean sind einfach klasse. Ein bisschen überbesorgt, witzig und stets kampfbereit. Lillian erfährt auch mehr über deren Vergangenheit, was zu manch emotionaler Szene führt.
Auch Baco ist eine tolle Figur, über die ich gern noch etwas mehr erfahren hätte.

Obwohl die ganze Zeit über bereits eine gewisse Anspannung in der Luft liegt, überschlagen sich die Ereignisse zum Ende erst richtig. Es wird actionreich und sehr dramatisch. Wieder können einige Wendungen für Überraschungen sorgen. Hier und da hätte ich mir dabei ein wenig mehr Raum für die vielfältigen Emotionen gewünscht, die teilweise in der hastigen Handlung untergehen.
Allerdings werden nicht alle Andeutungen, die im Verlauf der Handlung gemacht werden, aufgedeckt. Und besonders der Epilog wirft noch mal viele Fragen auf, statt die Geschichte endgültig abzuschließen. War das wirklich schon der Abschlussband?

Trotz anhaltendem Teenager-Beziehungs-Stress bietet die Handlung wieder mehr Spannung, Action und Dramatik, besonders das Ende ist überraschend und ereignisreich. Aufgrund des Epilogs habe ich aber nicht das Gefühl, einen Abschlussband gelesen zu haben und habe nun viele (neue) offene Fragen, die mich etwas ratlos zurücklassen...


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