Freitag, 24. Juni 2016

Rezension: Pala 2. Das Geheimnis der Insel von Marcel van Driel

Pala (2)
Das Geheimnis der Insel

Autor: Marcel van Driel
erschienen Juni 2016
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3-8415-0354-1
© Oetinger
es geht dramatisch weiter - ereignisreiche, temporeiche Fortsetzung

Achtung - Band 2 der Reihe, inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden!

Iris’ Bruder Justin, dem einst die Flucht von Pala gelang, hat ihren Chip manipuliert. So kann er mit Iris Kontakt auf der verborgenen Insel aufnehmen. Zusammen wollen sie herausfinden, was der mysteriöse Mr Oz plant. Doch um an Informationen zu gelangen, muss Iris viel riskieren...

Bei Das Geheimnis der Insel handelt es sich um den zweiten Band der Braingame-Trilogie. Den ersten Band sollte man auf jeden Fall gelesen haben, schon allein, weil man sonst eine unglaublich spannende Geschichte verpassen würde.
Praktisch ist, dass am Anfang des Buches die bisherigen Ereignisse auf einer Seite kurz zusammengefasst werden. Als zusätzliche Erinnerungsstütze dient auch das erste Kapitel – spätestens danach war ich wieder komplett in der Geschichte drin: Hier wird die letzte Szene des Vorgängerbandes noch mal aus einer anderen Perspektive geschildert. Die Handlung geht dann nahtlos weiter.

Der Erzählstil bleibt beibehalten: In der personalen Sicht gibt es Wechsel zwischen verschiedenen Figuren, sodass der Leser Einblicke in die Gedanken und Gefühle der wichtigsten Charaktere erhält und immer einen umfassenden Überblick über die Handlung hat. Dadurch entsteht auch hin und wieder ein Wissensvorsprung gegenüber einzelnen Charakteren, sodass man mitfiebern kann, wie sie die geplante Situation erleben werden oder wann sie hinter das Geheimnis des Mitstreiters kommen.

Die Handlung hat wieder einiges zu bieten. Iris und die anderen Jugendlichen erwarten weitere, harte Prüfungen. Wer überlebt, wer wird die Tests zum Superhelden bestehen, wer scheitert an den Aufgaben? Spannung und Dramatik steigern sich, je näher Iris und ihre Mitkandidaten den alles entscheidenden Tests kommen.
Doch die schwerste Aufgabe hat Iris selbst, die unauffällig versucht, Informationen zu sammeln. Dabei ist die Gefahr, entdeckt zu werden, allgegenwärtig. Es gibt mehrere Szenen, in denen man den Atem anhalten möchte und die Geschichte förmlich inhaliert, die Nerven zum Zerreißen gespannt.

Einige Fragen werden im Verlauf der Handlung beantwortet, dafür kommen neue hinzu. Nicht bei jeder Figur sind ihre Motive gleich erkennbar. Besonders die Absichten des mysteriösen Mr Oz bleiben noch weitestgehend im Verborgenen, jede Begegnung mit ihm wird von einer gruselig-rätselhaften Stimmung begleitet.

Die technische Seite – Überwachung, Kontrolle und Manipulation, ungewöhnliche Entwicklungen und Testumgebungen – ist weiterhin total faszinierend. Etwas schwierig finde ich aber, wozu die Jugendlichen, teilweise noch Kinder, fähig sind und zu welchen Leistungen sie getrieben werden. Dabei gab es einen Aspekt in der Handlung, der mir etwas zu übertrieben war.

Nun bin ich allerdings wirklich gespannt, wie all die offenen Fäden im letzten Band zusammenlaufen und sich die Rätsel lösen werden.

Die Geschichte knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Auch die Spannung, Action und Dramatik können mit dem Vorgänger mithalten. Es gibt einige Schockmomente, Überraschungen und auch ein paar gefühlvolle Passagen. Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Am Ende bleiben erneut viele Fragen offen, die ein dramatisches Finale versprechen.


Vielen Dank an den Oetinger-Verlag für das Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Huhu Anja,

    Deine Rezi macht richtig Lust auf das Buch! Ich habe eigentlich nix anderes erwartet, nachdem der erste Band schon so genial war. Ich hoffe, ich schaffe es zum Wochenende, endlich mit dem Lesen zu beginnen.

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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