Samstag, 26. Dezember 2015

Rezension: Ela van de Maan - Karibiksonne

© bookshouse
Karibiksonne

Autor: Ela van de Maan
erschienen Juni 2014
Verlag: bookshouse
ISBN: 9789963526222 (.epub)


ereignisreiche Reise in die Karibik


Im 18. Jahrhundert war die Karibik dominiert von den Kämpfen zwischen der Marine und den Piraten. Nie war gewiss, welche Seite die Oberhand haben wird. Fallen, Hinterhalte, Übergriffe, es  gibt immer wieder Zusammentreffen, die für beide Seiten Schaden anrichten und zu Verlusten führten. Auch Kapitän Reef kann ein Lied davon singen, doch eines Tages ist alles anders. Während eines Kaperzugs steht er plötzlich einer Frau gegenüber, die ihm vor vielen Jahren das Herz gestohlen hat. Doch die Umstände für ihr Widersehen könnten kaum ungünstiger sein.

Der Schreibstil von Ela van de Maan ist flüssig und interessant. Obwohl ich sonst wenig historische Geschichten lese, konnte ich mich gut in die fremde Zeit einfühlen. Die schönen, detaillierten Beschreibungen ermöglichen es, einen Überblick über die Schauplätze zu bekommen, auch wenn die Natur nicht im Vordergrund steht.
Reef ist durch einen unglücklichen Vorfall zum Piraten geworden und schippert seitdem fernab der Heimat durch die Karibik, um über die Runden zu kommen. Es gibt Einblicke in das Leben und Handel der Piraten, die einige Dinge, die man bereits wusste oder geahnt hat bestätigen, und einige Dinge offenbart, die man sich so vielleicht nicht vorgestellt hätte.
Besonders schön ist es, dass die Piraten trotz ihrer gemeinsamen Geschichte alle ganz eigenständige Charaktere sind, die sich nicht verbiegen lassen, nur weil andere von ihnen erwarten, dass sie gewisse Regeln und Normen erfüllen.
Durch die Perspektivwechsel wirkt die Handlung sehr dynamisch und man bekommt die Möglichkeit in die Köpfe beider Protagonisten zu schauen. Das gibt dem Leser einen entscheidenden Vorteil, da die Figuren miteinander nicht so ehrlich reden, wie ihre Gedankengänge es tun.
Bis zum Schluss bleibt es spannend und ungewiss. Schade, dass es so schnell schon wieder vorbei war, aber das hat eine Kurzgeschichte natürlich so an sich. Ich freu mich schon auf die nächsten Abenteuer in der Karibik.

Eine schöne, abwechslungsreiche Kurzgeschichte, die, obwohl sie wie auch „Karibiksterne“ zu der Karibikreihe gehört, ganz eigenständig und unabhängig ist.

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