Sonntag, 9. August 2015

Rezension: Christine Millman: Landsby - Zerbrochene Träume


Landsby
Zerbrochene Träume

Autor: Christine Millman
erschienen Juni 2015
Verlag: Create Space Independent Publishing Plattform
ISBN: 978-1514746462

schöne Fortsetzung, bei der noch viele Fragen offen bleiben


Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung von „Landsby“, die Rezension kann also Spoiler in Bezug auf den ersten Band der Reihe enthalten. Ohne die Anfänge der Geschichte zu kennen, wird es sich vermutlich auch schwierig gestalten, die Handlung wirklich zu verstehen. Ein Einstieg mitten drin ist daher nicht unbedingt zu empfehlen.

Das Leben in der Kolonie war schon immer nicht ganz leicht, Regeln, Festlegungen, Feinde, denen man lieber nicht begegnen will und weswegen man die Zone hinter der Mauer meidet. Nun haben sich einige Dinge gewandelt – einfacher geworden ist es jedoch nicht, seit die Mutanten mit in der Kolonie sind. Neue Herausforderungen und Schwierigkeiten kommen auf alle zu und nicht auf alle können sie wirklich Einfluss nehmen.


Im Buch gibt es kleinere Hinweise auf die vorherige Handlung, die in Form von Erinnerungen oder in Gesprächen mit eingebunden sind, insgesamt findet man jedoch keine umfangreiche Berichterstattung zu den Dingen, die im ersten Buch zu den Veränderungen in der Kolonie geführt haben, in die wir mit Beginn des zweiten Buches sofort wieder einsteigen.
Da bei mir das Lesen des ersten Bandes schon eine Weile zurück lag, habe ich einige Seiten gebraucht, um mich mit all den Namen und Beziehungen zwischen den Personen zurecht zu finden und die Erinnerungslücken wieder mit der entsprechenden Handlung zu füllen. Danach hat sich die Geschichte dann gut und flüssig lesen lassen.  Der angenehm, bildhafte Stil ermöglicht es, sich die dystopische Welt gut vorstellen zu können.
Durch die gewählte Ich-Perspektive erhält man wieder einen sehr intensiven Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von Jule. Viele Dinge laufen leider gar nicht so, wie die junge Frau es sich erhofft und gewünscht hatte. Erneute Unruhen, Vorurteile und Machtkämpfe erschüttern das Zusammenleben und führen zur Vergrößerung der Distanz zwischen Mutanten und Koloniebewohnern.
Viele der Charaktere aus dem ersten Band tauchen wieder mit auf. Ihre ganz eigenen Geschichten gehen ebenfalls weiter und auch wenn Jule im Mittelpunkt steht, so haben auch sie Sorgen und Nöte, die einen Einfluss auf den Verlauf der Handlung und auf Jules Entscheidungen haben bzw. haben könnten.
Zwischendurch hätte ich sehr gern gewusst, was die anderen Figuren denken und was ihnen in der Zeit, in der Jule nicht bei ihnen ist, wiederfährt. Wodurch man nur einen Handlungsstrang mit verfolgen kann, bleibt man zwar neugierig, es bleiben aber auch einfach viele Fragen offen, bei denen ich hoffe, dass sie im nächsten Teil aufgeklärt werden.
 Immer wieder tauchen neue Probleme auf, die zu Wendungen in der Handlung führen. Jule und ihre Mitstreiter müssen sich ständig neuen Schwierigkeiten stellen und Wege aus den misslichen Lagen finden. Einige Situationen werden dabei für meinen Geschmack etwas zu rasant abgehandelt.

„Landsby – zerbrochene Träume“ ist eine interessante, spannende Fortsetzung, die einem wieder vor Augen führt, dass Forschung, technische Entwicklungen, Genoptimierung und all die anderen Dinge, die unsere Welt vielleicht besser machen sollen, auch gewisse Gefahren mit sich bringen könnten.
Viele Fragen bleiben offen, in ganz unterschiedliche Richtungen könnte sich die Geschichte nun entwickeln – ich bin gespannt, wohin die Reise noch führen wird.


Kommentare:

  1. Auf Grund des Spoileralarms hab ich es mal nicht ganz gelesen :)

    Liebe Grüße

    Lenchen

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  2. Huhu Dana,

    beide Teile warten schon auf meinen Reader, deine Rezi klingt richtig gut.

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  3. Hey, schone Rezi :) liegt schon auf meinem Sub.

    Lg lara

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