Dienstag, 28. Juli 2015

Rezension: One Shot Love von Patricia Rabs

One Shot Love

Autor: Patricia Rabs
erschienen Juli 2015
Verlag: bittersweet (Carlsen)
ISBN: 978-3-646-60152-7


Japanurlaub einmal anders ...

Gezwungenermaßen verbringt Hannah ihre Ferien mit ihrem Vater in Japan, wo dieser sie zu einem Geschäftsessen mitnimmt. Dort trifft sie auf Kiochi, den Sohn des japanischen Chefs ihres Vaters. Unwillig lässt Hannah sich auf eine Stadtbesichtigung mit den gutaussehenden, aber zunächst eingebildet wirkenden Japaner ein. Mit dem Ziel: sich bloß nicht zu verlieben. Doch Kiochi macht es ihr schwer, standhaft zu bleiben…

Dieses Bittersweet gibt interessante Einblicke in die japanische Sprache und Kultur. Einige Dinge erscheinen uns Europäern allerdings befremdlich und das Handeln der Jugendlichen wirkt für unsere Verhältnisse oft leichtsinnig – Dank Leserundenbegleitung der Autorin wurden viele Hintergründe über das Leben in Japan erläutert, was so manche Szene in ein anderes Licht rückt. Die wenigen Seiten des Bittersweets lassen den Leser aber an vielen Stellen stirnrunzelnd zurück.

Die Geschichte zwischen Hannah und Kiochi ist niedlich. Sie erleben intensive Tage zu zweit, in denen ihnen so manch unerwartetes, kleines Abenteuer bevorsteht. Es gibt aber einige Szenen, in denen sie sich nicht sonderlich vorbildlich Benehmen, von Einsicht ebenfalls keine Spur. Dies macht es teilweise schwer, die Sympathie aufrecht zu erhalten. Und so ist der anschließende Ärger der Väter vorprogrammiert und sorgt direkt für den nächsten Konflikt.

Der Epilog ist so gestaltet, dass der Leser die Geschichte selbst weiterdenken kann. Hoffnungen in einer eigentlich aussichtslosen Geschichte werden gesät.
Als Kurzgeschichte ist es zwar ganz süß, allerdings hätte die Handlung für mich Potential für viel mehr gehabt: eine Liebe getrennt durch zwei Kontinente und zwei völlig verschiedene Kulturen. Da sind die Konflikte vorprogrammiert und ich hätte gern mehr Zeit mit den beiden verbracht, um sie besser kennezulernen und zu schauen, wie sie sich entwickeln.

Leichte Sommerlektüre mit jugendlichen Protagonisten, die in der Kürze der Zeit manchmal ein wenig übers Ziel hinausschießen. Trotzdem ist es süß, ihre Gefühle und Hoffnungen zu verfolgen… „Leider“ bietet die kurze Story eigentlich genug (Konflikt-)Potential für einen richtigen Roman.

1 Kommentar:

  1. ich habe dieses eShort den Monat auch gelesen. hat mir wirklich super gefallen, obwohl ich zu Beginn nicht wirklich überzeugt war. Aber die Story steigert sich immer mehr :)

    LG Diana

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