Montag, 8. Juni 2015

Rezension: Verlorene Sehnsucht von Ute Jäckle

Verlorene Sehnsucht

Autor: Ute Jäckle
erschienen Juni 2015
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 9781514123560
 
packende Fortsetzung, die besonders mit dem dramatischen Ende überzeugt

Da es sich um eine Fortsetzung handelt, sind inhaltliche Spoiler in Bezug auf „Verloren in dergrünen Hölle“ vorhanden.
 
Zwei Jahre sind seit der Geiselnahme vergangen, bei der sich Rico und Elena kennen und lieben gelernt haben. Doch trotz des gemeinsamen Kindes, nehmen die Probleme überhand und Elena geht mit ihrem Sohn zurück zu ihrer Großmutter, Rico, der weiterhin gesucht wird, bleibt allein zurück. Während die 19-jährige Elena langsam versucht, zurück ins Leben zu finden, geht Rico ein großes Risiko ein, um seine Familie vor der Mafia zu schützen...

Verlorene Sehnsucht ist die Fortsetzung des 2014 im bookshouse-Verlag erschienenen Verloren in der grünen Hölle.
Zwar ist seit den Erlebnissen bereits einige Zeit vergangen, trotzdem wird Bezug auf viele vorangegangene Ereignisse genommen, sodass es sehr hilfreich ist, die Geschichte zu kennen – schon allein um die ungewöhnliche Liebe der Protagonisten zu verstehen. So gibt es zwar einige Rückblicke, aber die emotionalen Geschehnisse, die die Figuren so stark geprägt haben, können dadurch nicht wirklich nachempfunden werden.

Ich habe Rico und Elena damals sehr schnell in mein Herz geschlossen. Elena war die mutige Geisel, die sich nicht alles gefallen lassen wollte, Rico der Gute unter den bösen Entführern.
Rico war mir auch diesmal wieder sofort sympathisch. Er sorgt sich um Elena und seinen Sohn, deren Schutz er über alles stellt, auch wenn er sich dadurch selbst in große Schwierigkeiten bringt.
Mit Elena habe ich mich deutlich schwerer getan. Es ist zwar verständlich, dass die junge Frau, die aufgrund der Entführung nie ihren Schulabschluss machen und studieren konnte, gern ein normales Leben genießen möchte. Dabei gefiel mir aber teilweise weder der Umgang mit ihrem Sohn, noch die Art, wie sie sich von ihren neuen Freunden immer wieder beeinflussen und zu Dingen überreden lässt, die sie eigentlich nicht will. Erst kurz vor Schluss habe ich die mutige, tapfere Frau wiedergefunden, die mir im ersten Teil so gut gefallen hat.

Nach der Trennung gibt es zwei parallel verlaufende Erzählstränge. Abwechselnd wird geschildert, was Rico auf der einen und Elena auf der anderen Seite erleben. Dabei ist Ricos Geschichte durchweg spannend. Sie ist dramatisch, emotional und ereignisreich und gerade zum Schluss wird es richtig aufregend und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Elenas Passagen habe ich als etwas weniger aufregend erlebt – aber eben auch, weil mir die junge Frau stellenweise Probleme bereitet hat. Ihre Geschichte ist zunächst deutlich ruhiger. Aber auch in ihrer Handlung gibt es einige spannende Momente, da man Dank Ricos Geschichte erahnen kann, dass die Mafia sie beobachtet, aber lange nicht weiß, wer aus Elenas Umfeld beteiligt sein könnte. Dabei sind einige Wendungen vorhersehbar, andere Ereignisse und Auflösungen kommen aber sehr überraschend.
Insgesamt ist die Geschichte, wie auch schon die grüne Hölle, in sich abgeschlossen. Für den Leser bleibt aber noch etwas Luft, sich die Zukunft einiger Figuren selbst weiterzuspinnen... (Fortsetzung nicht ausgeschlossen)

Nach Startschwierigkeiten mit Elena konnte mich die Handlung packen und ich habe bis zum Schluss mitgefiebert. Besonders das Ende versöhnt mit den schwierigen Passagen.



http://bambinis-buecherzauber.blogspot.de/2015/06/blogtourankundigung.html

Kommentare:

  1. Na der 2. Teil scheint ja super zu sein :) Nun muss ich ran :) LG Danni

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  2. Huhu Anja,

    hihi,JETZT hab ich sie wirklich gelesen, deine Rezi *kicher*
    Ich fand es auch wieder richtig gut:)

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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  3. Huhu Anja,

    ich habe den ersten Teil immer noch auf meinen SuB. Ich glaube er wandert gleich weiter nach oben :-) Tolle Rezi :-)

    Liebe Grüße
    Line

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