Donnerstag, 25. Juni 2015

Rezension: Greta Ley - Verbunden - Helen und Ben 1

© bookshouse
 Verbunden - Helen und Ben 1
 Autor: Greta Ley
erschienen Januar 2015
Verlag: bookshouse
ISBN: 9789963527236  

dystopische Welt mit tollen, neuen Ideen



Helen lebt in einer Welt, die unserer auf der einen Seite ähnlich, auf der anderen Seite ganz fremd erscheint. Durch die strenge Führung des Regimes konnten einige Dinge deutlich verbessert werden, andere Sachen sind jedoch durch die großen Veränderungen einfach in Vergessenheit geraten. Eine Zusammensetzung, die spannend zu entdecken ist.
Mitten drin sind auch die Ungezähmten und gezähmten Unsterblichen, die das Leben im Regime angenehmer machen für alle Seiten – naja zumindest für alle, die auf der Sonnenseite stehen. Helen sollte in ihrer Abschlussprüfung nur einen Seelenlosen zu einem gezähmten, ungefährlichen Unsterblichen machen. Eigentlich nichts wirklich Besonderes, wenn es sich nicht ausgerechnet um Ben gehandelt hätte, der sie auf eine eigenartige, verbotene Weise anspricht, berührt und dazu führt, dass sie beginnt zu zweifeln, zu forschen und zu hinterfragen. Die Welt steht vor einem möglichen Wandel und Helen muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen wird.


Die dystopische Welt, in die man als Leser eintaucht ist sehr interessant und vielseitig aufgebaut. Einige Dinge erkennt man problemlos aus unserer Zeit wieder, anderes hat sich einfach weiter entwickelt, wie man es für eine zukünftige Welt eben erwarten würde. Anderes jedoch ist so unvorstellbar, wie faszinierend. Durch das Serum, das von den Unsterblichen gewonnen wird, können schlimme Krankheiten geheilt werden und auch andere Probleme im gesundheitlichen Bereich spielen kaum mehr eine Rolle. Ein längeres Leben bekommt man nebenbei auch gleich noch mit. Viele tolle Effekte, die jedoch nicht für alle nur Vorteile haben. Die „Seelenlosen“, wie sie vom Regime genannt werden, werden einer schmerzhaften Prozedur unterzogen und das keineswegs freiwillig, nur damit die Regimebürger ihren Lebensstil erhalten können.
An die Zeit vor der Revolution denkt man nur wenig, die meisten hinterfragen nicht und nehmen das, was sie beigebracht bekommen, einfach hin, wie es nun mal ist. Man kann es ihnen vielleicht nicht verübeln, weil sie es einfach nicht besser kennen, umso spannender war es da aber nach und nach zu erfahren, wie eigentlich alles einmal gewesen ist, was sich verändert hat und wodurch diese Veränderungen eingetreten sind. Verfahren in der Medizin, die für uns völlig normal sind, kennt man im Buch zum Beispiel nicht mehr, eine seltsame Vorstellung, wo es doch heute so normal ist.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, ich habe mich gleich wohl gefühlt in der Geschichte. Durch die Perspektivwechsel erfährt man sowohl von Helen, als auch von Ben sehr viel. Man kann Einblick in ihre Gedanken und Gefühle nehmen und weiß damit häufig mehr von den beiden, als sie vom jeweils anderen. Im Verlauf der Geschichte lernt man die sympathischen Protagonisten immer besser kennen. Besonders gut gefallen hat mir, dass Helen, die in einer regimetreuen Familie aufgewachsen ist, anfängt ihre eingetrichterten Ansichten zu hinterfragen. Für sie ist nicht alles starr und festgefahren, manchmal lohnt es sich auch um die Ecke zu schauen.
Neben den packenden Ereignissen bleibt auch immer ein wenig Raum für die Liebe, die viele der Erlebnisse still begleitet und sie ein bisschen erträglicher macht. Die Mischung aus gefährlichen Situationen, wegweisenden Entscheidungen und zärtlichen Momenten sorgt für viel Abwechslung in der Geschichte.
Besonders gut gefallen hat mir, dass immer wieder auch kritische Themen angesprochen werden, die für unsere Zeit selbst relevant sind. Auch wenn die Welt, in die man eintaucht nicht sehr realistisch erscheint, so sind viele der erwähnten Ereignisse, die von der Zeit her in unserer Zukunft geschehen sollen und für die Menschen im Buch in der Vergangenheit passiert sind, nicht so weit hergeholt. Es klingt teilweise schlimm und könnte dramatische Auswirkungen haben, doch wer weiß schon, was alles passieren könnte, in welcher Form auch immer. So wird man neben dem Lesevergnügen auch noch zum Nachdenken angeregt.

Eine tolles Buch, das vielseitig, abwechslungsreich und spannend gestaltet ist. Neben der sich entwickelnden Liebesgeschichte gibt es viele packende, temporeiche Elemente, die den Figuren einiges abverlangen. Man kann auf jeden Fall gespannt sein, wie es wohl weiter gehen wird.

Kommentare:

  1. Hi:D

    Eine echt schöne Rezi ;) Auch wenn das Cover mich etzt überhaupt nicht anspricht, finde ich den Inhalt sehr interessant! :D

    Liebe Grüße
    Jessi

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  2. Huhu Dana :)
    Das Buch will ich auch unbedingt noch lesen. Jetzt hast Du mich noch neugieriger gemacht :)
    LG Danni

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  3. Ja das buch ist echt toll :) eine sehr schöne Rezi
    Lg lara

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  4. Huhu Dana,

    ach meeensch! Das ist genau was für mich!! Ab auf die WuLi damit!

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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  5. Huhu Dana,

    das klingt ja mal richtig gut, ab damit auf die WuLi :-)

    Liebe Grüße
    Line

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  6. Huhu,
    Tolle Rezi!! Hört sich wirklich gut an!! Ich werde es mal auf meine WuLi schreiben ;-)

    LG
    Miriam

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