Dienstag, 12. Mai 2015

Rezension: Blink of Time von Rainer Wekwerth

Blink of Time

Autor: Rainer Wekwerth
erschienen Mai 2015
Verlag: Arena
ISBN: 978-3401600949
 © Arena
fesselnd bis zum letzten Satz

Ein winziger Moment ändert Sarahs Leben. Plötzlich wird sie gejagt und muss um ihr Leben bangen. Der einzige Ausweg: der Sprung in eine neue Realität. Die Siebzehnjährige würde nicht glauben, dass so etwas existiert, würde sie nicht selbst mitten in diesem Albtraum stecken. Doch sie weiß nie, was sie als nächstes erwartet...

Nach der großartigen Labyrinth-Trilogie war ich schon sehr neugierig auf Rainer Wekwerths neuen Jugendthriller. Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Wekwerth erschafft ein Szenario voller Schrecken und Verwirrung, das vor Spannung kaum aus der Hand zu legen ist.

Schon der Prolog macht neugierig und sorgt für erste Fragen und Spekulationen. So ruhig die Geschichte dann zunächst beginnt, so schnell kommt der Wechsel und plötzlich ist es hochspannend und dramatisch. Für Sarah beginnt ein Wettlauf ums Überleben, ein Wettlauf gegen die Zeit. Dabei hat sie nur wenig Gelegenheit zu begreifen, was um sie herum eigentlich gerade geschieht.
Auch als Leser ist es dabei nicht ganz einfach, das komplexe Thema der verschiedenen Realitäten zu erfassen. Dies wird zwar sehr anschaulich geschildert, ein paar kleine Fragen bleiben am Ende aber trotzdem offen – das liegt aber weniger an den Erklärungen als vielmehr daran, dass diese Viele-Welten-Theorie so schwer vorstellbar ist.

Für Sarah – und somit auch für den Leser – gibt es nur wenige Verschnaufpausen. Es sind zwar einige ruhigere Szenen vorhanden, insgesamt ist das Tempo aber sehr hoch und es ist sehr spannend zu verfolgen, was Sarah als nächstes passiert. Während man hin und wieder vorausahnen kann, was geschehen könnte, gibt es doch auch immer wieder viele unerwartete Wendungen, die für Überraschungen sorgen.

Geschildert wird das Geschehen in der dritten Person, wobei Dank personaler Sicht Sarahs Gedanken und Gefühle gut nachvollziehbar sind. Darüber hinaus gibt es einige Abschnitte, die Joshs Gedanken und seine Geschichte näher beleuchten.
Ein bildhafter, flüssiger Schreibstil sorgt dafür, dass die Seiten nur so vorüberfliegen und man sich völlig in der Geschichte verlieren kann.

Wer die Labyrinth-Trilogie kennt, wird kaum erwarten, dass es ein einfaches kitschiges Happy End gibt. Das würde auch nicht zu der Geschichte passen. Und so fügt sich das Ende zwar logisch an die Handlung, aber auch mehrere Tage nach der Lektüre grübele ich noch darüber und es lässt mich mit einer kleinen Unzufriedenheit zurück.

Komplex, rasant, dramatisch. „Blink of time“ ist eine Geschichte voller Spannung und Überraschungen, sodass das Buch leider viel zu schnell wieder zuende ist.
Schwer vorstellbar, dass es eine Realität geben könnte, in der eine Version von mir das Buch nicht gelesen hat...


Kommentare:

  1. Hallo :D

    Eine tolle Rezension. Ich liebe Jugendthriller, aber von dem Autoren habe ich noch gar nichts gehört. Auch wenn ich das Cover nicht ganz so ansprechend, werde ich mir das Buch mal vormerken!

    Liebe Grüße
    Jessi <3

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  2. Huhu Anja,

    das klingt ja wirklich klasse. Und ehrlich gesagt kannte ich das Buch noch gar nicht. Ab auf die WuLi.

    Liebe Grüße
    Line

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  3. Huhu

    Mir gefällt ja vor allem das Cover sehr gut. Sonst muss ich ja zugeben, dass ich noch nichts von Rainer Wekwerth gelesen habe, "Das Labyrinth erwacht" wartet aber schon viel zu lange auf dem SuB auf mich.

    lg Favola

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  4. Huhu,

    ich habe das Buch gestern beendet und muss sagen, es wird wohl Zeit endlich die Labyrinth-Trilogie in die Hand zu nehmen :D

    Eine tolle Rezi und dein Fazit bringt es genau auf den Punkt :D :D

    LG
    Jacqueline

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