Mittwoch, 15. April 2015

Rezension: Der Ruf des Pharao von Sandra Rehschuh

Der Ruf des Pharao

Autor: Sandra Rehschuh
erschienen Juli 2014
Verlag: Bookshouse
ISBN: 9789963524150

© Bookshouse
zäh und verwirrend

Nacht für Nacht träumt die 14-jährige Anna von einem dunklen Labyrinth, durch das sie umherirrt. Zunächst weiß sie diese Träume nicht einzuordnen, bis sie sich plötzlich im alten Ägypten wiederfindet und feststellen muss, dass der mächtige Pharao Echnaton nach ihr ruft...

Ich wollte dieses Buch lesen, da mich der Klappentext angesprochen hat und ich Zeitreisegeschichte im Allgemeinen sehr interessant finde.
Die erste Hälfte des Buches habe ich als relativ zäh empfunden. Annas Träume wiederholen sich, sie irrt umher, findet keinen Weg, es geht aber auch nicht voran.
Dann kam der Wendepunkt, an dem etwas Spannung aufkam – doch leider nur für kurze Zeit, denn schon kurz danach fand ich die Geschichte ziemlich wirr.
Oft ist es ja nicht leicht, in Zeitreiseromanen bei verschiedenen Zeitebenen einen Überblick zu behalten. Hier verhält es sich aber leider so, dass es – obwohl eigentlich die Rede davon ist, dass sich Portale für die Reise nur zu bestimmten Zeitpunkten öffnen und ein bestimmter Gegenstand benötigt wird– letztlich keine richtigen Regeln für die Reise zu geben scheint. Zig Personen tauchen plötzlich in Ägypten auf, Gegenstände gibt es doppelt und dann doch wieder nur einmal, Personen sind die, für die man sie hält und dann doch nochmal jemand anderes.
Es gab einige Ereignisse, die sich mir nicht erschlossen haben und der Ausgang der Geschichte kam sehr abrupt, hätte aber noch einige Erklärungen benötigt.

Zudem hat Anna eine sehr anstrengende Freundin, die mit ihrer vorlauten Art und ihren besserwisserischen Kommentaren sehr an meinen Nerven gezerrt hat.

Die Grundidee ist interessant und die Zeit des alten Ägyptens eine spannende Epoche, über die ich vergleichsweise wenig weiß. Leider gibt das Buch aber auch nur wenig Eindrücke vom Leben in der damaligen Zeit wieder. Ausführlicher werden dafür die Geschichte der Pharaonen und verschiedener ägyptischer Götter geschildert, sodass man hier ein umfassendes Bild über Familienverhältnisse und die Form der späteren Verehrung erhält.

Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln. Es gibt zwar spannende Passagen, aber auch sehr zähe sowie verwirrende Abschnitte und die ein oder andere sehr unsympathische Figur...


Kommentare:

  1. Das Cover des Buches sieht auch eher seltsam aus, obwohl sich der Klappentext ja echt gut anhört. Schade, dass das Buch nicht hält, was es verspricht!

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Huhu,
      naja, Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden - die meisten Meinungen zu dem Buch fallen deutlich positiver aus - gehört also wohl zu denen, die man selbst lesen sollte ;)
      LG
      anja

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