Montag, 6. April 2015

Rezension: Cairiel Ari - Der Gejagte - Die Winterchroniken von Heratia 2

© Xin E.V. Literaturverein
Der Gejagte - 
DieWinterchroniken von Heratia 2
 Autor: Cairiel Ari
erschienen Januar2015
Verlag: Xin E.V. Literaturverein
ISBN: 9783942357203  

schöne Fortsetzung in Heratia - spannende Welt mit tollen Figuren



„Der Gejagte“ ist der zweite Teil der Winterchroniken von Heratia. Die Rezension kann also kleine inhaltliche Spoiler auf Band eins „Der Verfluchte“ enthalten. Es gibt zwar kleine Rückblenden und Hinweise auf die Vorgeschichte, um wirklich allen Handlungssträngen folgen zu können, bietet es sich aber auf jeden Fall an, die Geschichte komplett zu lesen.

Das Buch setzt ziemlich direkt an das Ende vom ersten Teil an. Serrashil, Delren und Carath sind auf der Reise und versuchen, ihrer schwierigen Aufgabe gerecht zu werden. Ohne den Schutz von Jadestadt ist es jedoch gar nicht so einfach, wie sie schnell feststellen müssen. Neue Probleme und Herausforderungen kommen auf sie zu, von denen nicht alle so leicht zu lösen sind. Düstere Geheimnisse, ein verschwundener, verfluchter Gott und ein drohender Krieg werden im Verlauf der Geschichte zu alltäglichen Sorgen.


Sprachlich hat mir der zweite Band deutlich besser gefallen, als der Einstieg in die Trilogie. Während „Der Verfluchte“ zeitweise noch etwas holprig wirkte, ist der Schreibstil in diesem Buch sehr flüssig und man kann der Handlung gut folgen. Auf den ersten Seiten hatte ich noch ein wenig Probleme, mich wieder mit den ganzen fremden Namen und Bezeichnungen zu Recht zu finden. Doch nach und nach kommt man wieder gut rein, erinnert sich an die Personen und auch an die Geschehnisse. Kleine Erinnerungen und Hinweise helfen dabei, die wichtigsten Dinge wieder parat zu haben. Viele andere Sachen kann man sich im Verlauf der Geschichte erschließen, so hatte ich nie das Gefühl, dass mir viel an Wissen fehlt, auch wenn das Lesen des ersten Bandes schon eine ganze Weile zurück liegt.

Die Welt Heratias hat sehr viel zu bieten. Ich mag den Aufbau, ohne technischen Schnickschnack und dafür mit viel Magie, tollen, ungewöhnlichen Wesen und vielen Geheimnissen und Überraschungen. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass wir in diesem Buch noch mehr über die Welt erfahren. Serrashil und ihre Begleiter reisen durch viele Bereiche und so erfährt man nicht nur etwas von Jadestadt, sondern auch von den anderen Regionen. Detaillierte Beschreibungen helfen dabei, sich Orte und Personen gut vorstellen zu können. Durch die Perspektivwechsel bekommt man einen guten Überblick über die meisten Handlungsstränge. Schade fand ich es, dass man über einen der Charaktere nicht so viel erfährt, wenn er nicht gerade wieder auf die anderen trifft. Vielleicht ist das wichtig für den Fortlauf der Handlung, ich hätte jedoch gern gewusst, was vorfällt, wie er sich so entwickelt und vor allem auch warum.

Es gibt viele interessante Charaktere, die durch ihre Eigenheiten und besondere Fähigkeiten sehr unterschiedlich angelegt sind. Sehr gut gefallen hat mir die Mischung aus bereits bekannte Figuren und den neuen Personen, die noch mal andere Seiten, ganz eigene Erfahrungen und Einstellungen mit in das Buch bringen. Dadurch wird es nicht unbedingt einfacher, aber definitiv spannender.

Während der Geschichte gab es immer wieder Wendungen und Überraschungen, mit denen ich im Vorfeld nicht gerechnet hätte. Und auch das Ende des zweiten Bandes lässt für den Ausgang der Trilogie noch alles offen. Man macht sich seine Gedanken und entwickelt Möglichkeiten, wie es weitergehen könnte. Ich könnte mir jedoch auch vorstellen, dass der Autor uns noch einmal komplett überraschen wird.

Eine gelungene Fortsetzung, die neugierig macht, wie es wohl in Heratia, rund um Serrashil, ihre Freunde und Feinde weiter gehen wird.


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