Dienstag, 17. Februar 2015

Rezension: Andreas M. Sturm - Sakramente des Todes

© fhl Verlag
Sakramente des Todes
 Herausgeber:Andreas M. Sturm
erschienen: Dezember2014
Verlag: fhl Verlag
ISBN: 978-3-942829-58-8 


 Kurzgeschichten rund ums Morden auf heiligem Boden


Morden kann man auf ganz verschiedene Weisen und aus ganz unterschiedlichen Gründen. In der Anthologie „Sakramente des Todes“ werden 13 Varianten präsentiert, wie man andere Menschen um die Ecke bringen kann. Dabei spielen die Kurzgeschichten allesamt auf heiligem Boden, rund um die Welt. Alle Storys sind ganz unterschiedlich aufgebaut doch bei einer Sache sind sie sich einig: es gibt da jemanden, der beseitigt werden muss.


Die Geschichten selbst miteinander zu vergleichen, ist eigentlich nicht möglich. Sie sind alle grundverschieden, spielen an ganz unterschiedlichen Orten, mit verschiedenen Personengruppen, Motiven und Ausführungen. In einigen Erzählungen ist der Mord bereits geschehen und soll nun aufgeklärt werden, in anderen darf man mit dabei sein, wenn es passiert oder aber vereitelt wird.
Zufälle, glückliche Fügungen, unerwartetes Pech oder überraschende, teils tierische, Retter spielen in manchen der Storys eine Rolle, so bleibt es abwechslungsreich und man weiß nie, was einen in der nächsten Geschichte erwarten wird.
Die Perspektiven sind ebenfalls unterschiedlich gewählt. Die Mischung aus Ich-Perspektiven und Er-Erzähler, einer durchgehenden Perspektive und Perspektivwechsel ist gut gewählt. Einige Schreibstile konnten mich sehr fesseln, bei anderen habe ich mich nicht ganz mitgenommen gefühlt. Insgesamt denke ich aber, dass die Geschichten so unterschiedlich sind, dass für jeden Geschmack etwas mit dabei sein wird.
Während einige Handlungen sehr religiös sind, sind andere eher kirchlich angehaucht oder aber spielt einfach nur auf dem heiligen Boden. Da ich selbst nicht bibelfest bin, habe ich manche Passagen in den Geschichten einfach als gegeben angenommen, da ein nachprüfen oder nachvollziehen für mich an dieser Stelle nicht möglich war.
Die Protagonisten in den Kurzgeschichten könnten unterschiedlicher kaum sein. Während man dem einen wohl schon an der Nasenspitze ansieht, dass mit ihm etwas nicht stimmt, würde man es von dem nächsten niemals denken. So kommt es auch, dass die Motive sehr individuell sind. Vom kaltblütigen Auftragskiller, der eben einfach mal seinen Job macht, bis zur bescheidenen Frau, die aus der Not heraus handelt, ist da so ziemlich alles mit dabei. Lange geplant sind nicht alle Taten, aber wie heißt es so schön? Unverhofft kommt oft.

Dreizehn sehr unterschiedliche Geschichten, die insgesamt in der Mischung für gute Unterhaltung sorgen, auch wenn mich nicht jede komplett fesseln konnte.



Vielen Dank an Andreas Sturm für das Rezensionsexemplar!

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