Montag, 19. Januar 2015

Rezension: Sternensturm von Kim Winter

Sternen-Trilogie, Band 2:
Sternensturm

Autor: Kim Winter
erschienen Januar 2015
ISBN:  978-3-646-60095-7
 © Impress

leider etwas zäh
Es handelt sich um den zweiten Teil der Sternen-Trilogie. Inhaltliche Spoiler in Bezug auf den Vorgänger sind daher möglich.

Noch immer herrscht Krieg auf Loduun, sodass die Flüchtlingskinder weiter auf der Erde leben und regelmäßig neue hinzukommen. Iason hat sich indessen entschieden, dass er bei Mia auf der Erde bleiben wird und nicht wie Finn plant, zurückzukehren. Doch als plötzlich mehr und mehr Menschen auf der Erde verschwinden und Mia beginnt, unheimliche Stimmen zu hören, werden alle Pläne und sämtliche Gefühle gründlich über den Haufen geworfen.

Sternensturm baut nahtlos auf die Ereignisse von Sternenschimmer auf. Auf den ersten Seiten erinnert Mia sich intensiv an die bisherigen Ereignisse zurück, sodass eventuell in Vergessenheit geratene Informationen wieder aufgefrischt werden. Allerdings sind die Rückblicke recht ausführlich, sodass vermutlich auch Leser, die den ersten Teil nicht kennen, der Geschichte relativ problemlos folgen können, während diejenigen, die das Buch gelesen haben, gespannt auf die neuen Ereignisse warten.

Leider musste ich darauf relativ lange warten. Sternenschimmer hatte mir unglaublich gut gefallen und mich das Buch vor Spannung kaum weglesen lassen. In Sternensturm ist die Geschichte zwar auch von Beginn an interessant, leider zog es sich für mich aber ziemlich. Erst im letzten Drittel nahm die Handlung dann so richtig Fahrt auf und konnte mich wieder vollständig in ihren Bann ziehen. Vorher gab es zu viele Situationen, in denen sich Mia und Iason mit ihren aufgewühlten Gefühlen im Kreis drehen – einige Gedankengänge werden wiederholt und ich hatte einfach das Gefühl, dass die Handlung nicht so richtig vorankommt.

Mia ist erneut die Ich-Erzählerin der Geschichte, die die Story sowie ihre Gedanken in ihrer jugendlich-frischen Art wiedergibt.
Ergänzt wird diese Perspektive, die ja nur einen begrenzten Blick auf die Ereignisse ermöglicht, immer wieder von kurzen Passagen in der Er-Form, die auch einen Einblick in einige Ereignisse ermöglicht, an denen Mia nicht beteiligt ist, und vor allem die Handlung um Iason vervollständigt, wenn dieser sich gerade nicht in Mias Nähe befindet.

Gut gefallen haben mir die Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen auf Loduun. Weitere Bewohner des Planeten bringen ganz neue Aspekte und eigene Geschichten hinzu. Doch besonders hervorzuheben sind die bereits bekannten Charaktere wie Tony und Hope, die mit ihrer süßen Art immer wieder für besondere Momente sorgen.

Das Ende ist – nachdem die Geschichte zuvor deutlich an Tempo und Dramatik zugelegt hatte – leider auch etwas ernüchternd, weil es bei einem gewissen Aspekt das Gefühl zurücklässt, dass sich einige Geschehnisse im letzten Band wiederholen könnten. Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie Kim Winter ihre Trilogie abschließt und hoffe auf die Beantwortung der noch zahlreichen offenen Fragen.

Obwohl ich die Figuren im ersten Band sehr ins Herz geschlossen hatte, gingen sie mir nun mit ihren im Kreis drehenden Gedanken teilweise auf die Nerven. Besonders in der Mitte des Buches hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung etwas schneller vorangeht, wobei das turbulente, aufregende und vor allem emotionale Ende dafür etwas entschädigt, auch wenn noch viele Fragen offen bleiben.


Kommentare:

  1. Hey =)

    Ich finde Mias Gedankengänge und ihre umgangsprachliche Art einfach zum schießen. Mich hat diese Fortsetzung komplett überzeugt. Aber du hast schon recht. Es hat sich tatsächlich etwas gezogen im Mittelteil.

    LG
    Anja

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  2. Huhu Anja,

    hmmm, die Reihe hab ich auch schon auf meiner WuLi, ich werde ja immer neugiereig, wenn sich die geister scheiden ;) Bin schon gespannt, ob es mir gefallen wird.

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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