Dienstag, 9. Dezember 2014

Rezension: Whisper A Wish von Eileen Janket

Whisper A Wish
erschienen November 2014
Verlag: CreateSpace Independent 
Publishing Platform
ISBN: 978-1503190962

tiefe Gefühle, sympathische Charaktere - aber am Ende leider ein klein wenig zu viel von Allem

Die 17-jährige Schülerin Matilda und ihre Freundin Jessy brauchen Unterstützung bei einem Videoprojekt. Der zurückhaltende Außenseiter Marvin, der sich als guter Comiczeichner entpuppt, könnte genau der richtige Helfer sein. Aus der gewünschten Zusammenarbeit entwickelt sich eine Freundschaft, die Matilda mit Marvins verborgenen Geheimnissen konfrontiert. Eins davon ist sein gutaussehender Bruder Scott...

Matilda ist die Ich-Erzählerin der Geschichte. Mit einer flüssig, leichten Sprache, die viele bildhafte Beschreibungen enthält, führt sie den Leser durch die Handlung. Die Erzählperspektive bietet dabei intensive Einblicke in ihre Gefühle, die im Verlauf der Geschichte die unterschiedlichsten Ausmaße annehmen: von Freude bis Verzweiflung, von Glück bis zu nackter Angst.
Zwischendrin gibt es immer wieder kleine Einschübe aus der personalen Sicht von Scott, die einen Einblick in sein Leben geben.

Besonders interessant an der Handlung ist es, die langsame Annährung verschiedenster Personen nachzuverfolgen. Vor allem die sich entwickelnde Freundschaft zwischen Matilda und dem absolut sympathischen Marvin sorgt dabei immer wieder für witzige, aber auch emotionale Momente, wenn der zurückhaltende Schüler beginnt, seine Abwehr fallenzulassen und sich ein wenig zu öffnen.

Die süße Liebesbeziehung, die sich ebenfalls nur langsam und gut nachfühlbar aufbaut, bildet einen spannenden Kontrast zu dem schweren Schicksal, dass die Brüder zu tragen haben, sodass man sich immer wieder fragt, ob die Gefühle dieser Belastung standhalten können.
Und so macht es einfach Spaß, in all die verschiedenen Gefühle abzutauchen und die Geschichte zu genießen – bis kurz vor Schluss.
Hier passiert mir einfach viel zu viel Dramatisches viel zu plötzlich und alles gleichzeitig, auch wenn es nicht völlig überraschend kam. Vieles geht so schnell und wird teilweise so kurz abgehandelt, dass man gar nicht mehr hinterher kommt, die ganzen Emotionen nachzuspüren, sodass für mich, trotz der schockierenden und bewegenden Ereignisse, die Gefühle am Ende ein wenig auf der Strecke geblieben sind.
Der Epilog versöhnt dann wieder ein wenig mit der Geschichte.

Liebe und Trauer liegen in Whisper a Wish sehr dicht beieinander. Zusammen mit Matilda wird der Leser auf eine Gefühlsachterbahn mit wechselnden Höhen und Tiefen geschickt, sodass es keinesfalls langweilig wird. Das Ende war mir dann aber leider etwas zu Dramatisch.


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