Dienstag, 30. Dezember 2014

Rezension: Weg ins Nichts von Francis Knight

Rojan Dizon - Weg ins Nichts

Autor: Francis Knight
erschienen Dezember 2014
ISBN:  9783944544205

 © Papierverzierer Verlag

interessant aber langatmig


Rojans Job ist es, vermisste Personen zu finden. Als seine Nichte entführt wird, ist er gezwungen, sich in die tiefen seiner Stadt vorzuwagen und sich den dort lauernden Gefahren zu stellen. Schnell ahnt er, dass nicht das Kind, sondern er selbst – der Schmerzmagier, der er ist, so ungern er auch seine Fähigkeiten einsetzt – das wahre Ziel sein könnte.

In „Weg ins Nichts“ eröffnet sich dem Leser eine ungewöhnliche dystopische Welt, die für mich voller Verwirrung war. Nicht zuletzt die irreführenden Bezeichnungen der verschiedenen Etagen der Stadt Mahala trugen dazu bei, dass ich mir die Strukturen lange nicht bildlich vorstellen konnte.

Rojan ist ein vielseitiger Charakter, was sich allerdings erst im Verlauf der Geschichte wirklich offenbart. Der erste Eindruck, den er hinterlässt, ist nicht zwingend positiv, sodass ich mich zunächst auch schwer getan habe, mich in ihn hineinzuversetzen.
Als Ich-Erzähler führt Rojan durch die Handlung, wobei man als Leser entsprechend nur erfährt, was auch Rojan herausfindet, sodass lange viele Fragen offen bleiben und die Motive seiner Gegner verborgen sind. Der Ausdruck, eine etwas derbere Sprechweise, passt zu der Figur, wie sie sich zunächst darstellt.

Die Handlung ist im Grunde interessant, verläuft aber über weite Strecken eher schleppend. Für mich war die Geschichte konstant ein bisschen spannend, sodass ich zwar weiterlesen wollte, um zu erfahren, was wohl als nächstes passiert, große Höhepunkte blieben aber trotz einiger Überraschungen aus.

Am Ende sind zwar viele Fragen geklärt und die wichtigsten Handlungsstränge abgeschlossen, das Schicksal der Stadt bleibt allerdings noch offen.

Fazit: Brutal und düster präsentieren sich sowohl die Charaktere als auch die Handlung. Zwar ist die Geschichte nicht uninteressant, es gibt aber leider viele langatmige Passagen, sodass sich die Handlung für mich bis zum ereignisreichen Finale ziemlich zog und mich die Geschichte nicht mitreißen konnte.


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