Mittwoch, 19. November 2014

Rezension: Salziger Tod (Soul Beach 3) von Kate Harrison

Salziger Tod
Soul Beach. Band3
Autor: Kate Harrison
erschienen Oktober 2014
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7388-4
© Loewe-Verlag

ereignisreicher Trilogieabschluss mit überraschender Auflösung und einem kleinen Wermutstropfen


Salziger Tod ist der Abschluss der Soul Beach-Trilogie. Inhaltliche Spoiler können daher vorhanden sein, auch wenn ich versuche, so wenig Inhalt wie möglich wiederzugeben.

Alice will endlich den Mörder ihrer Schwester finden. Sie ist sich sicher, den schuldigen bereits im Visier zu haben und sucht nach endgültigen Antworten. Dabei begibt sie sich immer wieder selbst in Gefahr, hat sie doch ohnehin bereits das Gefühl, verfolgt zu werden. Wem kann sie trauen und wer ist der „Feind“?

Ich war unglaublich gespannt auf das Finale der Soul Beach-Trilogie. Bereits am Ende von Band 2 hatte Alice sich auf „ihren“ Täter eingeschossen. Nun, so einfach kann es doch nicht sein, oder?

Das Geschehen setzt wenige Wochen nach der Handlung des Vorgängerbandes an. Salziger Tod zu lesen, wenn man den Rest nicht kennt, ist sinnlos, da man weder die Vorkenntnisse bezüglich der möglichen oder bereits ausgeschlossenen (um nicht zu sagen ausgeschalteten) Täter hat, noch das System des Strandes verstehen wird.
Sehr reizvoll stelle ich es mir vor, die Trilogie am Stück zu lesen. Ob man dabei auf Hinweise aufmerksam wird, die den Täter frühzeitig entlarven?

Die Geschichte sprüht geradezu vor Spannung, vor allem, weil man die ganze Zeit miträtselt und spekuliert. Da gibt es Alice’ Verdächtigen und denjenigen, den ich selbst im Auge hatte. Immer wieder gibt es kleine Hinweise, die mehr für den einen, dann wieder für den anderen sprechen und dann doch nochmal eine ganz andere Person in den Fokus stellen. Dieses Hin und Her sorgt für Abwechslung und hält das Tempo konstant hoch.
Besonders das Ende liefert dann einige Dramatik und Verwirrungen, bis es zur erlösenden Antwort kommt.

Der Erzählstil bleibt beibehalten. Alice ist die Ich-Erzählerin, deren Beweissuche der Leser mitverfolgen kann. Auch an ihren Gedanken kann man wieder teilhaben und auch an Emotionen mangelt es diesem Teil nicht. Die Abschnitte aus Sicht des Täters sind deutlich weniger geworden, sorgen aber nicht minder für Verwirrung.

Alice hat sich im Verlauf der Geschichte deutlich weiterentwickelt, auch wenn ich ihre Gefühlswandel im letzten Band nicht immer nachvollziehen konnte.

Leider, leider bleibt eine sehr wichtige Sache dann doch noch unklar, was mich nicht vollständig mit der Reihe abschließen lässt.


Spannender, ereignisreicher Trilogieabschluss, der mich mit der Auflösung am Ende doch nochmal überraschen konnte, nachdem ich – genau wie Alice – einer falschen Fährte nachgerannt war. Wenn doch nur diese eine Sache noch erklärt worden wäre...

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