Sonntag, 2. November 2014

Interview mit Fantasy-Autorin Melanie Klein

Nach dem Sonne-Mond-Kind erschien mit „Die Macht der Dunkelheit“ am 22. Oktober der zweite Band von Melanie Kleins Trilogie „Die Welt der 4 Jahreszeiten“. Sie lässt die Leser in eine fantastische Welt voller Magie und Gefühl eintauchen, die nicht durch technische Entwicklungen sondern bezaubernde Charaktere, eine spannende Handlung und wunderschöne Landschaften überzeugt. Wir haben die sympathische Autorin über ihr Erstlingswerk, Schreibgewohnheiten und weitere Projekte befragt und spannende Antworten erhalten.
  




Gerade ist mit „Die Macht der Dunkelheit“ dein zweites Buch erschienen. Wie lange hast du an dem Text gearbeitet?

Mit immer wieder kleinen Unterbrechungen habe ich dafür ungefähr ein dreiviertel Jahr gebraucht, bis es so weit war, dass es an die ersten Testleser konnte. Von da an, bis zum fertigen Buch verging noch einmal ein halbes Jahr.


Wann können deine Leser mit der Fortsetzung rechnen und wie viele Bände sollen es insgesamt werden?

Den zweiten Teil „Die Macht der Dunkelheit“ gibt es seit dem 22. Oktober 2014 im Handel. Insgesamt werden es drei Teile.  Der dritte und letzte Teil mit dem Untertitel „Wünsche – Träume – Hoffnung“ soll nächstes Jahr im Sommer/Herbst erscheinen.
Zwischendurch kam mir auch mal der Einfall vier Teile zu schreiben, was auch schon mit dem Verlag abgeklärt war. Von der Idee kam ich jedoch Gott sei Dank schnell wieder herunter. :)


Die Welt der 4 Jahreszeiten
Das Sonne-Mond-Kind

Burg Verlag Rehau, November 2013
978-3-944370-08-8
zur Rezension
Fenja ist eine sehr temperamentvolle Figur, die mit ihrer ungestümen Art öfter mal über die Grenzen schlägt und aneckt. Hattest du beim Schreiben ein lebendes Beispiel für sie vor Augen?

Ja, auf jeden Fall. Ich liebe Fenjas offene Art und dass sie das sagt, was sie denkt, auch wenn es in manchen Situationen vielleicht nicht so passend ist. Was soll ihr passieren? Mehr wie grimmige Blicke schleudert ihr niemand entgegen. Ihr ist es egal was andere über sie denken (das hört man ja eh nicht) und vielleicht schneidet sich ja der ein oder andere eine Scheibe von ihr ab. Da ich finde, dass viel zu sehr darauf geachtet wird, was andere Menschen von einem denken. Jeder soll sein Leben so leben wie er will und wie er es für richtig hält und vor allem das tun, was ihm gefällt, ohne darauf zu achten was andere Leute sagen.


Vor Sisar und Fenja liegt noch ein harter, steiniger Weg, auf dem sie wohl noch manches Abenteuer überstehen müssen. Auch auf der persönlichen Ebene sind sich die beiden nicht immer einig. Doch die Hoffnung auf ein Happy End für die zwei Protagonisten hat sich schon nach dem ersten Band in meinem Kopf fest gesetzt. Ist diese Hoffnung berechtigt? Kannst du da schon etwas verraten?! ;)

Ja, dazu kann ich schon etwas sagen. Zwar so viel, dass ich gerne Bücher mit Happy End lese und ich keine all zu offenen Enden mag :).  Von daher setze ich das auch in meinen Geschichten um.


Die Welt der vier Jahreszeiten entführt den Leser an einen fernen Ort, an dem die Naturbeschreibungen immer wieder zum Träumen einladen. Auf deiner Homepage sagst du, dass der Wald rund um deinen Heimatort dich sehr inspiriert hat. Gibt es noch weitere Orte, die du in die Landschaftsbeschreibungen im Buch mit einfließen lassen hast?

Orte nicht direkt, dazu diente hauptsächlich nur der Wald um mich herum. Aber viele kleine Dinge, die ich vorher in meiner Umgebung nie so wirklich wahrgenommen habe. Ob das die Blumen am Straßenrand sind, die mir sonst noch nie in meinem Leben aufgefallen sind, aber meine Mutter sagt, dass sie schon eh und je dort stehen. Ein Felsen, der einfach mal so mitten da steht. Ein Getreide- oder Mohnfeld neben der Autobahn. Die passende Musik macht auch sehr viel aus. Eine Zeitlang habe ich mir Natur-Dokus angesehen und habe mich mit Block und Stift vor den Fernseher gehockt. Dann vielleicht mal ein merkwürdiger Traum. Es gibt so viele Dinge, kleine Dinge, die einen inspirieren können – wenn man genau hinsieht :).


Hast du selbst eine Lieblingsfigur aus deinen Büchern?

Eigentlich sind meine Lieblingsfiguren immer meine Hauptprotas. Bei „Die Welt der 4 Jahreszeiten“ Fenja und Sisar und bei den anderen die anderen :).


War für dich schon immer klar, dass du gern im Fantasy-Bereich schreiben möchtest oder gibt es auch schon Pläne für Ausflüge in andere Genre?

Ein ganz klares „Nein“. Mein aller erstes Manuskript war ein Psychothriller. Aber das ist und bleibt ein Schubladenmanuskript und es bekommt wahrscheinlich nie jemand in die Hände außer mir ☺.  Die Idee für die Welt der 4 Jahreszeiten kam mir beim Lesen von „Flieh, wenn du kannst“ von Joy Fielding. Zurzeit schreibe ich neben dem dritten Teil von den Jahreszeiten an einer ganz anderen Geschichte. Zu dem Genre möchte ich jedoch noch nichts sagen. Aber … Es geht um Lena und Phin, die sich während eines Thailandurlaubs auf Koh samui kennenlernen und … ja, dann geht es halt weiter ☺.  Es macht auf jeden Fall riesen Spaß das neben „Der Welt der 4 Jahreszeiten“ zu schreiben und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn es die Ersten lesen. Dazu kann ich jetzt schon einmal sagen, dass es der erste Teil einer (Wieder-) Trilogie ist und wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, er nächstes Jahr im Sommer unter dem Titel „Lena und Phin: Der Zauber eines Augenblicks“ erscheinen soll, worauf natürlich die zwei Bände folgen werden. Diese Trilogie nenne ich mein Zwischendurch-Projekt. Wenn ich „Die Welt der 4 Jahreszeiten“ komplett abgeschlossen habe, folgt eine weitere Fantasy-Geschichte, über deren Umfang oder Titel ich bis jetzt allerdings noch nichts sagen kann.


Du sagst selbst, dass du nur schreiben kannst, wenn es dunkel ist. Nun sind wir natürlich neugierig, wie es dazu kommt?

So doof es klingen mag … :)  Es ist einfach so, dass ich, bevor ich mit dem Scheiben begonnen habe, eigentlich den ganzen Tag unterwegs war und es für mich noch etwas ungewohnt ist, bei Tageslicht im Haus vor dem Laptop zu sitzen. Wenn ich dabei aus dem Fenster schaue, habe ich irgendwie das Gefühl etwas zu verpassen und bekomme den Dingen gegenüber, die ich machen könnte, wenn es hell ist, ein schlechtes Gewissen. Aber es hat sich schon gebessert, jetzt sitze ich ja auch bei Tageslicht hier und beantworte eure Fragen.


Hast du neben dem Schreiben selbst noch Zeit zum Lesen?

Zeit eigentlich nicht direkt, aber Lust. Ich muss ja manchmal irgendwie der Welt der 4 Jahreszeiten entkommen :).  Ich habe immer ein Buch zur Hand, meistens zwei und versuche jeden Tag etwas davon zu lesen, auch wenn es nur ein Kapitel oder zehn Seiten sind. Manchmal aber, wenn mich eine Geschichte völlig packt, lasse ich gezwungenermaßen das Schreiben und verschlinge das Buch so schnell wie möglich, damit ich mich danach wieder aufs Schreiben konzentrieren kann. Weil beides geht dann doch irgendwie nicht so gut :).


Auf deiner Homepage habe ich gelesen, dass du jede Woche dein Horoskop liest, obwohl es bisher nie gestimmt hat. Gibt es dafür einen bestimmten Grund oder ist es einfach zur Gewohnheit geworden?

:)  Meine Mama kauft jeden Samstag die Fernsehzeitschrift für die Woche vor der kommenden Woche und da habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht jeden Samstagmorgen die Kreuzworträtsel zu lösen. Auf der letzten Seite steht das Horoskop, da es meistens nur vier Zeilen sind lese ich die auch immer noch schnell durch, mit Gedanken wie: „Hä, das war doch diese oder letzte Woche“, „Das wird eh nie passieren“, „Na, das kann ich aber jetzt echt nicht gebrauchen“, und, und , und.
Na ja. Ich lese es auch in der Hoffnung, dass es vielleicht doch mal wahr wird. Dazu soll es aber nur stimmen, wenn etwas Gescheites drin steht.


Dein Hund hat mit „Buffy“ einen eher ungewöhnlichen Namen. Gibt es einen Zusammenhang zu der bekannten Vampirjägerin aus der gleichnamigen Fernsehserie?

Nein, das hat gar nichts mit der Serie zu tun. Als Kind hatte ich den Namen in Verbindung mit einem Hund mal aufgeschnappt, ab da stand für mich fest, da kannte ich die Serie noch gar nicht, dass, sollte ich mal einen Vierbeiner haben, ich ihn Buffy nennen werde. Dazu muss ich sagen, dass es ein Männchen ist und nicht gerade der Mutigste, von daher hat er nichts mit Buffy der Vampirjägerin gemeinsam :).


Was wünscht du dir (als Autorin) für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass ich noch mehr Kontakt zu meinen Lesern aufbauen kann. Dass mein Computer niemals während dem Schreiben abstürzt und dass er immer alles schön abspeichert. Dass mir die Ideen und Leser nicht ausgehen. Das meine Bücher gekauft und gelesen werden und die Leser vor allem Spaß dabei haben :)

Vielen Dank für dieses interessante Interview!

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