Sonntag, 30. November 2014

Buchverfilmung: Beastly von Alex Flinn


sehr weit weg vom Buch
 
Der Film ist, ganz nüchtern betrachtet, als Teenie-Liebesfilm nicht schlecht. Allerdings hat er in meinen Augen relativ wenig mit dem Buch zu tun.
Es geht schon mit den riesigen Unterschieden zu Beginn los. Während Kyle im Buch als Prinz für den Schulball gewählt werden kann, geht es im Film um die Wahl zum Umweltvorsitzenden... was überhaupt nicht zu Kyle passt, der sich nur für sich selbst interessiert.

© Baumhaus
Beastly
Autor: Alex Flinn
erschienen Juli 2010
ISBN: 978-3843200691

Verfilmung: 2001
zur Buchrezension 
Die Passage bis zur Verwandlung ist verhältnismäßig kurz, man hat fast gar nicht genug Zeit, Kyle nicht zu mögen, da er sich nur in wenigen Szenen wirklich arrogant verhält. Stattdessen blitzt seine weiche Seite schon zu Beginn immer wieder durch und es gibt bereits die erste Annährung zu Lindy, die wesentlich gewichtiger ausfällt als im Buch.

Der zweite große Unterschied ist Kyles Verwandlung. Während er im Buch wirklich ein haariges Biest wird, das nicht vor die Tür gehen kann, ohne dass die Leute vor dem Monster davonrennen, wirkt er im Film eher narbig-entstellt. Unangehen, ja, aber eben kein abstoßendes Monster.

Der Spiegel fehlt! Dieser ist für Kyles Entwicklung und vor allem für die Beziehung zu Lindy wichtig. Aufgrund des Spiegels wusste Kyle bereits einiges über Lindy und versucht, ihr ein Zimmer nach ihrem Geschmack einzurichten. Im Film bleibt dies außen vor.

Was für mich aber das schlimmste war: Wills Figur, die ich im Buch wirklich toll fand, ist im Film eine totale Witzfigur.

Insgesamt ging mir vieles zu schnell. So konnte mich z.B. die Annährung zwischen Lindy und Kyle, die im Buch in vielen kleinen Etappen verläuft, im Film gar nicht überzeugen. Auch sein Umdenken vom arroganten Schnösel kommt viel zu plötzlich. Während er im Buch Rosen züchtet, weil er selbst Freude in den Blumen findet, baut er im Film das Gewächshaus um Lindy zu beeindrucken... Und so könnte man noch einige weitere Punkte nennen...
Aber dass deutlich eingekürzt werden musste, merkte man ja schon daran, dass Kyle nur ein Jahr, statt zwei zur Aufhebung des Fluches gegeben wurden.

Für mich geht der Film zwar als moderne Märchenadaption durch, außer einigen Vornamen hat er mit dem Buch aber wenig gemeinsam. Wer hofft, die schöne Geschichte des Buches umgesetzt zu finden, wird aber enttäuscht werden.

1 Kommentar:

  1. Ich kannte isher nur den FIlm und wusste gar nicht, dasses auch ein Buch dau gab. Das werde ich auf jeden Fall mal lesen, den Film fand ich nicht soo schlecht, aber auch nicht allzu gut. Da wird mir das Buch sicher besser gefallen. :)

    AntwortenLöschen