Dienstag, 7. Oktober 2014

Rezension: Madison Clark - Verraten und Verkauft

© MAIN Verlag
Verraten und Verkauft
 Autor: Madison Clark
erschienen Oktober 2014
Verlag: MAIN Verlag
ISBN: 978-3-945118-40-5
Action, Gefahr, Liebe - eine abwechslungsreiche Mischung


Als Anwalt hat man nicht immer nur einfache Fälle auf dem Tisch. Einige sind durchzogen mit Verstrickungen und Ungereimtheiten. Doch wie soll man dahinter kommen, wenn keiner bereit ist zu reden? Ohne Informationen, offene Gespräche und Einblicke ist man da häufig sehr machtlos. Marc ist Rechtsanwalt und hat bisher keinen Fall verloren. Als er nun einen neuen Mandanten bekommt, scheint der Fall doch schwieriger zu werden, als zunächst angenommen. Die Widersprüche und Unstimmigkeiten  entpuppen sich recht bald als Netz aus Intrigen, Lügen und gefährlichen Gegnern.
Und als wäre das alles noch nicht genug, lernt der Anwalt auch noch Eric kennen, der ihm den Kopf verdreht und sein Leben zusätzlich durcheinander bringt. Wie genau all das zusammenhängt und was Eric mit dem Fall zu tun hat, erfahrt ihr im Buch. Ich möchte ja nicht zu viel verraten.


Das Buch ist eine abwechslungsreiche Mischung aus Action, Gewalt, Liebe und erotischen Momenten. Diese Kombination sorgt immer wieder für unterschiedliche Stimmungen und Konzentrationspunkte. Besonders gut gefallen haben mir die liebevollen, ruhigeren Momente, in denen Eric und Marc Zeit hatten, sich näher zu kommen und sich zu erkunden. Die erotischen Passagen sind sehr schön, sinnlich und anschaulich beschrieben. Ein wenig erstaunlich ist es allerdings schon, wie frei die beiden ihren Kopf trotz der bedrohlichen Lage haben. Mir selbst wäre es wohl nicht so leicht gefallen, da abzuschalten, wenn man verfolgt und beobachtet wird. Ablenkung schadet natürlich nicht und die schönen Stunden seien den Protagonisten vergönnt.

Teilweise war für meinen persönlichen Geschmack doch etwas viel Gewalt vorhanden. Dass es in einem Thriller auch mal hoch hergeht, ist mir natürlich klar. Ein wenig mehr austricksen und ohne viele Schläge, Prellungen, Blutergüsse und Wunden aus so einer Gefahrensituation zu kommen, hätte mir dann allerdings besser gefallen, als die gegebene Situationen. Bei dem, was die Figuren alles einstecken müssen, wundert es einen dann schon, dass sie hinterher noch in der Lage sind gerade aus zu schauen.

Sehr gelungen finde ich die Perspektivwechsel in der Geschichte. So bekommt man als Leser nicht nur Einblicke in den Kopf von Marc ODER Eric, sondern erlebt die Gefühlssituation von beiden Charakteren. Dadurch ist es auch möglich, die Handlung zu verfolgen, wenn sich die Wege der beiden Herren kurzzeitig trennen und jeder seine eigenen Herausforderungen meistern muss. An manchen Stellen hätte ich gern noch ein wenig mehr Persönliches erfahren. Durch die Bedrohung bleibt nicht ganz so viel Raum für Lebensgeschichten, Macken und Zukunftswünsche, die mich immer sehr interessieren.
Sowohl Marc als auch Eric müssen ihre Ängste hinter sich lassen, Grenzen überwinden, bei denen sie im Vorfeld wohl nie vermutetet hätten, dass es einmal nötig sein wird und über sich selbst hinauswachsen. Ihre Gegner sind ernst zu nehmen, skrupellos und schrecken vor wirklich Nichts zurück. Spannung, Angst und Verletzungen sind da vorprogrammiert.

Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das durch den Wechsel von Action und ruhigen Momenten für Abwechslung sorgt. Der Gewaltanteil ist wohl wirklich Geschmackssache und damit sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob es zu viel oder genau richtig so ist.



1 Kommentar:

  1. Hallo Dana,

    eine sehr schöne Rezension. Da ich viele Krimis und Thriller lese, komme ich mit den "blutigen Szenen" auch ganz gut klar. Dennoch stimme ich dir zu, dass es irgendwie ein bisschen zu viel war, wie ich finde aber eher deshalb, weil es zu sehr Romanze und Spannung war als Krimi.

    Liebe Grüße,
    Julia

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