Mittwoch, 22. Oktober 2014

Rezension: Beastly von Alex Flinn

Beastly
Autor: Alex Flinn
erschienen Juli 2010
ISBN: 978-3843200691

© Baumhaus
Die Schöne und das Biest in New York

Kyle – gutaussehend, reich, selbstverliebt – hält mit seiner Meinung über Menschen, die in seinen Augen nicht so perfekt sind, wie er selbst, nicht hinter dem Berg. Mit seinem arroganten Gehabe macht er sich nicht nur Freunde und so trifft ihn eines Tages der Fluch der Hexe Kendra, die ihn in ein hässliches, haariges Biest verwandelt. Zwei Jahre hat er Zeit, jemanden zu finden, der ihn auch in dieser Gestalt lieben kann...

Beastly basiert auf dem Märchen „Die Schöne und das Biest“ und versetzt die Geschichte in das moderne New York. In seinem Verlauf erinnern mich verschiedene Situationen der Geschichte an die Disney-Version des Märchens, die mir von allen Adaptionen am präsentesten ist.
Aufgrund des Märchens ist der Verlauf der Handlung natürlich vorhersehbar. Trotzdem ist es interessant zu lesen, welche Elemente Alex Flinn übernimmt und wo größere Änderungen vorgenommen werden.

Kyle ist ein richtiges Ekelpaket. So unsympathisch, wie er zu Beginn ist, ist vor allem der Wandel spannend zu verfolgen, den er im Verlauf der Geschichte durchmacht. Dabei spielen die Haushälterin Magda sowie sein Privatlehrer Will, die beide mit ihm zusammenwohnen, während sein Vater nichts mit dem hässlichen Sohn zu tun haben will, eine zentrale Rolle bei seiner Entwicklung. Beide waren mir im Gegensatz zu Kyle schnell sympathisch.

Erzählt wird die Geschichte von Kyle in der Ich-Perspektive, sodass man als Leser Anteil an seinen Gedanken haben kann und seine wechselnden Gefühle miterlebt – von Arroganz über Wut, bis hin zu Verzweiflung und Hoffnung. Ein bildhafter Schreibstil, der der Sprache des Teenangers entspricht, sorgen für ein flüssiges Lesevergnügen.
Unterbrochen wird die Handlung immer wieder von witzigen Chat-Passagen, in denen noch andere verzauberte Figuren ihr Leid klagen und denen Kyle seine Geschichte quasi schildert.

Facettenreiche Figuren, witzige Zwischensequenzen und nachfühlbare Emotionen. Interessante, moderne Umsetzung des bekannten Märchens, das trotz eigentlich bekanntem Verlauf sehr spannend zu lesen ist.

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