Mittwoch, 1. Oktober 2014

Rezension: 2084 - Noras Welt von Jostein Gaarder

2084 
Noras Welt
 
Autor: Jostein Gaarder
erschienen August 2013
ISBN:  978-3446243125
© Hanser Literaturverlage
Froh, als es vorbei war

Nora steht kurz vor ihrem 16. Geburtstag und denkt intensiv über Natur- und Umweltfragen nach. Auch in ihren Träumen beschäftigt sie das Thema. Die erschreckende Zukunft, die sie dort erlebt, veranlasst sie, über mögliche Veränderungen nachzudenken...

Ich habe noch nie ein Buch abgebrochen, weil ich immer die Hoffnung habe, es könnte zum Ende noch besser werden... ich war noch nie so nah an einem Abbruch wie diesmal, zum Glück ist das Buch relativ kurz.

Ich konnte mit Nora das ganze Buch über nichts anfangen. Zum einen benimmt sie sich nicht wie eine 16-jährige, denn ihre Gedanken sind völlig wirr und viele der beschriebenen Gespräche sind ziemlich unlogisch (allen voran die mit ihrem Therapeuten...).

Immer wieder werden die gleichen Dinge wiederholt: wie böse wir sind, weil wir zu viel CO2 ausstoßen und überhaupt absolut ganz und gar nicht an die nachfolgende Generation denken - so oder so ähnlich steht es auf mindestens jeder dritten Seite.
Natürlich ist es ein wichtiges (und oft verwendetes) Thema und es wäre schön, wenn sich mehr Menschen ernsthafte Gedanken über Umweltschutz und die globale Erwärmung machen würden, aber mich konnte dieses Buch absolut nicht zu ernsthaften Gedankenanregen, dafür war die Geschichte zum einen zu schräg und zum anderen viel zu langatmig.

Es gibt im Grunde keine Handlung, man erlebt ca. 36 Stunde voller wirrer Gedanken von Nora durchzogen von Traumsequenzen ihrer Urenkelin Nova, die sich bei Uroma Nora darüber beschwert, in was für einem schlechten Zustand sie die Welt hinterlassen hat. Und so gibt es seitenweise Anklagen –  Nova gegen Nora und Nora gegen den Rest der Welt – und haufenweise irrsinnige Ideen. Und wenn wir dann alle spielsüchtig sind, wird die Welt vielleicht ein Stückchen besser...
 
Fehlende Handlung, unsympathische, weltfremde Protagonistin, unrealistische Dialoge. Regt für mich trotz eigentlich ernsten Themen nicht zum Nachdenken an, weil ich dieses Buch absolut nicht ernst nehmen kann. Ich war noch nie so froh, auf der letzten Seite angekommen zu sein.

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