Sonntag, 28. September 2014

Rezension: Mord und Schokolade von Klaudia Zotzmann-Koch

Mord und Schokolade
 
Autor: Klaudia Zotzmann-Koch
erschienen März 2014
Verlag: Ksb Media
ISBN: 978-3941564893


 
© Ksb Media
ein bisschen Mord und ganz viel Schokolade


Für den aus Hamburg nach Hildesheim Versetzten Kommissar Volker wirkt die Hildesheimer Kriminalitätsrate oft unspektakulär. Doch dann versetzt ein Mord die Stadt in Aufruhr, denn der Tote wird ausgerechnet im Dom gefunden, in dem sich derzeit eine Baustelle befindet. In der Tasche des toten finden die Polizisten eine Schokolade aus dem Schokoladen-Spezialitätengeschäft Bittersweet. Wie passen Mord und Schokolade zusammen?

Das Beste vorweg: Für mich als Schokoladenjunkie waren die Einblicke in die Schokoladenherstellung und all die ungewöhnlichen Rezeptkombinationen sehr spannend und die ein oder andere Schokoladentafel würde ich auch gern im Bittersweet kaufen.

Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend. Gerade der Einstieg vermittelt dem Leser ein Bild der Ereignisse, das unmöglich sein kann, sodass es dann heißt: auf Spurensuche nach der Wahrheit gehen.
Die vielen Verstrickungen und unerwarteten beteiligten Personen haben mir gut gefallen und der Handlung Spannung verliehen.
Dennoch gibt es auch einige Kritikpunkte, allen voran die rüstige Bittersweet-Inhaberin Paula und ihre Nichte Susi, die immer wieder auf eigene Faust ermitteln und dabei selbstverständlich mehr herausfinden als die Polizei, sodass sie es am Ende auch sind, die unter Einsatz ihres Lebens den Fall lösen... So gibt es für mich in den Ermittlungen einige unklare Situationen.

Die Mischung an Charakteren ist sehr speziell. Zotzmann-Koch würfelt einige schräge Figuren zusammen, wobei auch ein paar typische Klischees bedient werden.
Das Buch lässt sich relativ leicht und schnell lesen, allerdings bin ich regelmäßig über Wortwiederholungen gestolpert, die meinen Lesefluss ein wenig gebremst haben.

An sich spannende Geschichte, die aber leider unrealistisch wird, wenn eine Rentnerin den Fall in Eigenregie löst, während die Polizei zuschaut. Überraschend war die Auflösung und all die verstrickten Personen und Motive allerdings schon.

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