Sonntag, 7. September 2014

Rezension: Ewiglich die Liebe von Brodi Ashton

Ewiglich die Liebe
Autor: Brodi Ashton
erschienen Mai 2014
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3-7891-3042-7

© Oetinger

enttäuschender Abschlussband
 Achtung, dies ist der dritte Band der Ewiglich-Reihe, daher sind inhaltliche Spoiler in Bezug auf die Vorgänger vorhanden.

Nachdem Cole Nikki reingelegt und ihr Oberweltherz gestohlen hat, sieht sie nur noch eine Möglichkeit für sich: Sie will das Ewigseits zerstören. Zwar ist Jack an ihrer Seite, aber ihnen stehen große Aufgaben bevor, dieses nahezu unmögliche Vorhaben anzugehen. Gleichzeitig will Cole sie weiterhin davon Überzeugen, die neue Königin zu werden. Welchen Weg wird Nikki wählen?

Genau weiß ich nicht, was ich erwartet hatte. Die ersten zwei Bände fand ich super, vor allem das völlig unerwartete Ende von Band 2. Aber wie sollte es nun weitergehen, nachdem Becks den Plan gefasst hatte, das Ewigseits zu zerstören? Soll es dem Teenager spielend gelingen, etwas zu vernichten, was seit Jahrtausenden besteht? Soll sie scheitern und das Dasein einer Ewiglichen fristen? Soll sie bei dem Versuch sterben? ... ... Natürlich verrate ich nicht, wie es ausgeht.

Völlig überzeugen konnte mich die Handlung zumindest nicht.
Das Geschehen setzt nahtlos an die vergangenen Ereignisse an. Jack und Nikki sind auf der verzweifelten Suche nach einem Ausweg. Da die Ich-Perspektive von Becks erhalten bleibt, erhält der Leser weiterhin direkten Einblick in ihr aufgewühltes Gefühlsleben, wobei ihre widersprüchlichen Empfindungen bezüglich ihrer neuen Situation und ihrer Zukunftsaussichten zunächst gut nachzuempfinden sind.

Die Geschichte ist anfanggs durchaus spannend, da man einfach wissen möchte, wie die zwei vorgehen und ob es ihnen gelingen kann. Allerdings gibt es dann eine, wenn auch unerwartete, Wendung in der Geschichte, die einen herben Beigeschmack hinterlässt. Von da an wirkt die Handlung irgendwie konstruiert und unrealistisch, auch wenn man bis zum Schluss kaum einzuschätzen weiß, was wirklich vor sich geht.

Gar nicht gefallen hat mir die Rolle, die Cole in diesem Teil zugewiesen bekommt. Ich fand den Bad Boy sehr sympathisch. Auch wenn er Nikki reingelegt hat, waren seine Motive doch nachvollziehbar. Aber diesmal? ... Wer das Buch gelesen hat, wird es verstehen, spoilerfrei lässt sich dazu nicht mehr sagen.

Das Ende ist dann ok – nicht überragend und nicht so toll, wie ich es nach den ersten zwei Bänden erhofft hatte, aber es bringt zumindest diese etwas kuriose Geschichte zu einem vernünftigen Abschluss, wenn auch leider die Emotionen, die ich mir bei einem Abschlussband erhoffe, ein wenig auf der Strecke bleiben – ich konnte am Ende aufgrund der eigenwilligen Handlung einfach nicht mehr so richtig mitfiebern und daher die Gefühle wenig mitfühlen. Schade.

Trotz gewohnt ansprechendem Schreibstil und der liebgewonnenen Charaktere konnte der Abschlussband der Ewiglich-Reihe mich aufgrund seiner eigenartigen Handlung nicht vollständig überzeugen.
Aber wer die ersten zwei Bände bereits kennt, wird wohl zwangsläufig trotzdem selbst erfahren wollen, wie es ausgeht?!


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