Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: Chris P. Rolls - Irgendwie Anders

  Irgendwie Anders 
   Autor: Chris P. Rolls
  erschienen Oktober 2012
  CreateSpace Independent
  Publishing Platform
  ISBN: 9781480071124

 
einfach irgendwie anders

Mark Benedikt ist ein Meister seines Fachs – auf die Jagd gehen, sich einen geeigneten Kerl aussuchen, ihn flachlegen – ohne Bindung, ohne Emotionen. So ist es kein großes Wunder, dass er mit seinem Kumpel eine Wette abschließt, Mark soll 30 Männer in 30 Tagen schaffen. Klingt für Mark nach keiner besonders großen Herausforderung, bis Nummer 15 kommt und Mark in einer, sowohl für ihn als auch für den Leser, leicht schockierenden Szene die Augen öffnet und sein Weltbild in Punkto Sex zum Wanken bringt.


„Irgendwie anders“ ist einfach irgendwie anders. Ein Buch mit dem man sehr tief in eine Männerwelt eintaucht, in die man sonst als Frau kaum Einblicke hat. Auch wenn ich den Verlauf der Geschichte in seinen Grundzügen aus „Irgendwie Top“ schon kannte, war es ein Genuss diese Story zu lesen und all die Dinge zu entdecken, die man bisher noch nicht wusste.
Mark ist ein gutaussehender, junger, erfolgreicher Mann, der eben genau weiß, was er will. Das dachte er auf jeden Fall lange Zeit. Sex bedeutet für ihn Spaß haben, eben einfache Lustbefriedigung und seinen Bettpartnern ist das auch klar. Er selbst hätte vermutlich niemals erwartet, dass sich diese Einstellung so bald wieder ändern wird. Sich auf jemanden einzulassen, macht einen verletzlich und es zeigt sich, welch weicher Kern hinter vielen noch so harten Schalen steckt.
„Nummer 15“ ist ein kleiner Sonnenschein, der noch recht neu in der Männerwelt ist, aber trotzdem genau weiß, wie man jemanden um den Finger wickelt. Die kleinen Startschwierigkeiten sind da recht schnell vergessen und die tollen Erfahrungen überwiegen.

Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, man fliegt förmlich über die Seiten. Besonders gut gefällt mir auch die Ich-Perspektive von Mark, so bekommt man einen sehr komplexen und intensiven Eindruck von seiner Gefühlslage und kann einfach und unkompliziert hinter die Mauern blicken, die er für die Außenwelt aufgebaut hat.
Die Liebesszenen sind sehr unterschiedlich gestaltet, erotisch und sinnlich. Es ist allerdings auch zu erkennen, dass Sex eben für jeden eine andere Bedeutung haben kann und man sich auf seinen Gegenüber einstellen sollte, wenn man miteinander und nicht gegeneinander agieren möchte.
Die Entwicklung der Charaktere hat mir ebenfalls gut gefallen, ein kleiner Moment kann reichen, damit alles irgendwie anders ist und genau deswegen passt auch der Buchtitel total gut zur Handlung!

Auch wenn es meinen Lesegenuss nicht beeinträchtigt hat, empfiehlt es sich „Irgendwie anders“ vor „Irgendwie Top“ zu lesen, damit mehr von den Überraschungen und der Spannung erhalten bleibt.




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