Montag, 21. Juli 2014

Rezension: Marie Lu - Legend - Berstende Sterne


©  Loewe 
  Legend - Berstende Sterne
  Autor: Marie Lu
  erschienen Juli 2014
  Verlag: Loewe
  ISBN: 978-3-7855-7492-8

gelungener Abschluss einer spannenden Dystopie-Trilogie


Legend – Berstende Sterne ist der Abschlussband der Legend-Trilogie, es kann daher sein, dass die Rezension kleine inhaltliche Spoiler enthält. Um die Handlung im Buch komplett verstehen zu können, würde ich auch empfehlen, die Vorgängerbände „Fallender Himmel“ und „Schwelender Sturm“ vorher zu lesen. Zwar gibt es kleine Rückblenden, doch die reichen möglicherweise nicht aus, um alle Zusammenhänge zu erfassen.

Der neue Elektor versucht die Republik zur Ruhe zu bringen, neue Gesetze einzuführen, um die Unzufriedenheit zu dämmen und einen positiven Weg für die Zukunft zu ebnen. Leider ist alles nicht so leicht, wie die Regierung sich das denkt. Neue Bedrohungen und ein bevorstehender Krieg werfen alle Pläne zur Stabilisierung des Landes über den Haufen. Und mitten drin stecken wieder June und Day, die schon in der Vergangenheit viel durchmachen mussten und auch dieses Mal nicht geschont werden. Spannende Herausforderungen stehen bevor, die die beiden Protagonisten an ihre Grenzen und eventuell sogar darüber hinaus bringen werden. Ob sie das Unheil noch abwenden können?


Wie bereits in den ersten beiden Büchern berichten Day und June abwechselnd aus der Ich-Perspektive, das ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn die Protagonisten getrennt auf ihre gefährlichen Missionen gehen. So bekommt der Leser trotzdem einen umfassenden Blick auf die verschiedenen Handlungsstränge und kann gleichzeitig sehr intensiv die Gedanken und Gefühle von Day und June mit verfolgen.
Neben den beiden Protagonisten sind wieder viele bekannte Gesichter mit dabei. Über einige von ihnen, wie Tess und Eden habe ich mich sehr gefreut. Auf andere hätte man doch verzichten können, wenn man bedenkt, wie viel Unruhe sie stiften. Die bunte Mischung sorgt auf jeden Fall für viel Abwechslung und immer neue Überraschungen.

Der Schreibstil ist angenehm und fesselnd, kaum hat man mit der Geschichte angefangen, möchte man unbedingt wissen, wie das große Finale ausgeht, vor allem da man so lange auf die Fortsetzung gewartet hat. Kleine Hinweise auf die vorangegangene Handlung helfen dabei, sich wieder zu erinnern, wie alles zusammenhängt. Day und June haben eine sehr ausgeprägte Auffassungsgabe, beobachten ihre Umgebung genau und präsentieren dadurch sehr detaillierte Beschreibungen von Personen und Umgebungen.
Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, die die Story rasant vorantreibt und Day und June zu Entscheidungen zwingen, mit denen sie im Vorfeld wohl nicht rechnet hätten. Die Dramatik ist spürbar, die Emotionen kochen über, bringen die Figuren und auch den Leser an die Grenzen. Dabei wird bis zum bitteren Ende offen gelassen, ob die Hoffnung auf ein Happy End berechtigt ist.
Das Ende der Trilogie war dann so ganz anders, als ich es erwartet habe, allerdings sehr zufriedenstellend und in sich absolut stimmig.

Eine gelungene Trilogie, mit einem tollen Abschluss, der alle wichtigen Fragen beantwortet und trotzdem genau Raum für die eigene Fantasie lässt.


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