Sonntag, 27. Juli 2014

Rezension: Dear Sister - ich würde sterben für dich von Maya Shepherd

  Ich würde sterben für dich
(Dear Sister)
  Autor: Maya Shepherd
  erschienen April 2014
  CreateSpace Independent
  Publishing Platform
  ISBN: 978-1499275056

 
keine schlechte Story, konnte mich aber nicht wirklich fesseln

Winters Schwester Eliza ist bereits seit sechs Monaten verschwunden. Da die beiden nicht  das beste Verhältnis zueinander hatten, ist Winter nicht unbedingt todunglücklich mit der Situation. Während ihre Eltern vor Sorgen fast umkommen, geht Winters Leben weiter und sie ist froh, endlich mit ihrem langjährigen Schwarm und Nachbarn Lucas zusammen zu sein. Doch eine mysteriöse Mordserie in ihrem kleinen Ort wirft auch Winters Leben plötzlich aus der Bahn, vor allem, als sie glaubt, ihre Schwester gesehen zu haben...

Aufgrund des mysteriösen Klappentextes war ich sehr neugierig auf das Buch, leider konnte es mich aber nicht völlig packen.

Dies lag zum einen an den Figuren, mit denen ich nicht wirklich warm geworden bin. Lucas zum Beispiel war mir von Beginn an unsympathisch und man konnte schnell erahnen, wo seine Sympathien liegen.
Aber auch Winter ging mir Stellenweise auf den Keks. Ihre Unsicherheit an Lucas Gefühlen wird sehr häufig thematisiert und regelmäßig provoziert sie den Streit mit ihrem Freund, obwohl vorher absehbar war, wohin ihre Äußerungen führen werden. Auch ihre extreme Abneigung gegenüber ihrer Schwester ist sehr oft Gesprächs- und Gedankenthema.
Die Passagen aus Sicht von Eliza mit ihren gegensätzlichen Ansichten waren hier eine willkommene Abwechslung und die Abschnitte der unbekannten Anruferin konnten durchaus Spannung erzeugen.

Auch der Schreibstil trug zu meinen Schwierigkeiten mit dem Buch bei: nicht nur Winters sich oft wiederholenden Gedanken bezüglich Lucas unterbrachen meinen Lesefluss, sondern auch der sehr ähnliche Erzählstil der Schwestern in der jeweiligen Ich-Perspektive.

Die Handlung war über weite Strecken interessant und spannend zu verfolgen. Zunächst wird der Leser in die Irre geführt und im Unklaren über die Morde gelassen. Widersprüchliche Aussagen der Charaktere über einander tragen ebenso zur Neugier auf die Auflösung bei wie die schnellen Perspektivwechsel, die manche Handlungsteile nur Ausschnittsweise zeigen.
Zum Ende hin hatte ich dann aber auch mit der Handlung meine Probleme - vor allem mit Lucas Verhalten, was sich aber spoilerfrei nicht näher erläutern lässt.

Die meisten Handlungsstränge sind am Ende abgeschlossen und die wichtigsten Fragen geklärt. Trotzdem ist der Schluss offen, Fortsetzungen sollen folgen. Gibt es neue Hauptfiguren, würde ich diese vielleicht lesen, die Geschichte von Winter und Eliza ist für mich aber abgeschlossen.

Fazit: Dear Sister lässt mich zwiegespalten zurück. Große Teile der Handlung fand ich spannend, mit den Figuren und ihrem Verhalten wurde ich aber nicht warm. Auch der Schluss weckt in mir nicht unbedingt das Bedürfnis, die Geschichte von Winter und Eliza weiter zu verfolgen.

 
 

 

 

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