Sonntag, 15. Juni 2014

Rezension: Sabine Ludwigs - Acht Tage bis zur Ewigkeit

(c) bookshouse 
 Acht Tage bis zur
 Ewigkeit
  Autor: Sabine Ludwigs
  erschienen Mai 2014
  Verlag: bookshouse
  ISBN: 9789963523153

berührende Geschichte mit einem Hauch Himmel


Erik und Roselyn sind seit 15 Monaten ein glückliches Paar, das sich akzeptiert, respektiert und an den Hobbies des Partners teilhaben will. So kommt es, dass die beiden, gemeinsam mit Eriks Brüdern Nick und Malte, einen Urlaub in den Bergen planen. Die Männer sind ein eingespieltes Team, begeisterte Kletterer und erfahren genug, um auch eine Anfängerin wie Roselyn mitzunehmen. Doch was als schöne Reise gedacht war, endet mit einem furchtbaren Schicksalsschlag, der das Leben der Überlebenden gehörig auf den Kopf stellt.


Roselyn, die von den meisten nur Lyn genannt wird, ist eine authentische und sympathische Protagonistin, die durch den Verlust von Erik stark aus der Bahn geworfen wird. Ihre Trauer ist nachvollziehbar, ebenso wie der fehlende Mut, nach vorn zu sehen. Nur Stück für Stück kämpft sie sich ins Leben zurück, fängt noch einmal neu an und erfüllt sich mit der Villa Himmelreich einen kleinen Traum.
Auch die anderen Charaktere, die mal mehr, mal weniger eine Rolle spielen, sind sehr liebevoll dargestellt und anschaulich beschrieben, so dass man sich gut vorstellen kann, wie sie ausschauen.

Der Schreibstil im Buch ist sehr angenehm, so dass sich das Buch flüssig und zügig lesen lässt. Besonders gefallen hat mir der Wandel in den Emotionen der Geschichte. Zu Beginn beherrschten Trauer, Frust und Hoffnungslosigkeit die Personen , im Verlauf prägten dann neu aufkeimende Hoffnung, Zufriedenheit und das Gefühl, abschließen und neu anfangen zu können immer mehr das Geschehen. Sehr interessant sind die eingearbeiteten Sagen und Mythen rund um die Berge, die einen zum Grübeln und Staunen bringen. Der Hauch von Übersinnlichkeit macht die Geschichte sehr abwechslungsreich. Der Leser kann dabei selbst entscheiden, ob er es für möglich hält, was im Buch passiert, da auch die Meinungen in der Geschichte dazu recht unterschiedlich sind. Lyn hat der „Wink des Himmels“ auf jeden Fall geholfen, wieder richtig auf die Beine zu kommen und etwas positiver in die Zukunft zu sehen. Und wenn man mal ganz ehrlich ist, würden sich wohl die meisten Hinterbliebenen wünschen, dass sie ein ähnliches Erlebnis haben, um besser abschließen zu können, sich nicht schuldig zu fühlen oder einfach wieder anfangen zu leben, ganz unabhängig davon, ob man an Magie, Engel und ein Leben nach dem Tod glaubt.


„Acht Tage bis zur Ewigkeit“ ist eine berührende Geschichte, die mit einem geschickten Einsatz der Emotionen erreicht, dass man sich als Leser in die Personen einfühlt und die Handlung intensiv miterlebt.


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