Dienstag, 17. Juni 2014

Rezension: Königsblut - Die Akasha-Chronik von Karola Löwenstein

Königsblut 1
Die Akasha-Chronik

Autor: Karola Löwenstein
erschienen Juni 2013
CreateSpace Independent
Publishing Platform
ISBN: 978-1490422541

Ideenreiches Fantasyabenteuer

Die 17-jährige Selma wächst, großgezogen von ihrer Großmutter, behütet in einem kleinen Dorf auf. Als sich die rätselhaften Zwischenfälle in ihrem Umfeld häufen, drängt Selma auf Antworten, wird aber immer auf ihren 18. Geburtstag verwiesen. Als der große Tag endlich kommt, wird Selmas Leben auf den Kopf gestellt. Ihr eröffnet sich eine neue Welt voller Geheimnisse und Abenteuer, aber auch voller Gefahren. Doch für den mysteriösen Adam, der sie so in ihren Bann zieht, ist sie bereit, die Risiken auf sich zu nehmen ...

Die Akasha-Chronik ist der erste Band der 5-teiligen Königsblut-Reihe von Karola Löwenstein.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Selma, sodass der Leser zusammen mit ihr die Geheimnisse um die ihr unbekannte Welt hinter den vielen Türen entdecken kann. Die Sprache ist dem Teenager angemessen und schafft eine authentische Atmosphäre.

Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit Selma. Sie kommt sehr naiv daher. Sie nimmt sich Dinge vor, ohne sie dann konsequent zu verfolgen; sie steckt sich Ziele, die sie dann aber Wochen später nur durch Zufall erreicht. Je mehr man aber über Selmas Leben erfährt, desto besser verständlich wird, warum sie so ist, wie sie ist. Ihre im Verlauf der Geschichte einsetzende Entwicklung wird nachvollziehbar geschildert.

Auch die vielen anderen Charaktere, egal ob Selmas Freunde oder Lehrer, sind sehr facettenreich dargestellt. Während der ein oder andere für regelmäßiges Schmunzeln sorgt, halten einige Figuren unerwartete Charaktereigenschaften bereit. Interessant ist zu verfolgen, wie sich einige Figuren wandeln, sodass es zunächst schwer fällt, sie einzuschätzen. Wer ist wirklich ein Freund, wer gibt sich nur als solcher?

Die Handlung ist von Beginn an spannend, da es viele offene Fragen gibt, die sowohl Selma als auch der Leser zu beantworten versuchen. Jede Aufklärung zieht dann neue Fragen nach sich und mit Selmas Eintritt in das magische Reich warten weitere überraschende Abenteuer und Wechselbäder der Gefühle auf sie. Die Beziehungsthematik zwischen Adam und Selma spielt zwar eine große Rolle, nimmt aber nicht zu viel Platz in der Geschichte ein.

Schade ist, dass teilweise recht große Zeitsprünge gemacht werden. So vergehen hier mal vier, da mal acht Wochen, ohne dass man über diese Zeit viel erfährt. Selmas Ausbildung kommt dabei etwas zu kurz.

Bei Fantasyromanen ist mir besonders wichtig, dass die übernatürlichen, fantastischen Elemente ideenreich und bildhaft ausgestaltet sind. Ich möchte in diese unbekannte Welt abtauchen und neue Wesen kennenlernen. Löwenstein kann hierbei definitiv überzeugen - mit ihren Quitschen und Quirxen, den Morlems und Feuerschwanzpythons erschafft sie eine bunte Vielfalt in Flora und Fauna, die dank der detaillierten Beschreibungen für den Leser leicht vorstellbar wird.

Am Ende ist eine kleine Zwischenetappe erreicht, es sind einige Fragen beantwortet, aber viele weitere noch offen. Die Handlung gibt eine ungefähre Richtung vor, was den Leser im Folgeband erwarten könnte. Klar ist, dass Selma noch viele Abenteuer bevorstehen werden, wenn sie ihre Ziele erreichen will.

Die Akasha-Chronik  überzeugt durch Vielfalt: vielfältige Fantasywesen, vielfältige Charaktere, vielfältige Handlung – es erfolgt ein ständiger Wechsel zwischen ereignisreichen und gefühlvollen Szenen, Action und Abenteuer.  Eine spannende Fantasygeschichte – nicht nur für Jugendliche.



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