Dienstag, 6. Mai 2014

Rezension: Ewiglich die Hoffnung von Brodi Ashton

 Ewiglich die Hoffnung
 Band 2
 Autor: Brodi Ashton
 erschienen Dezember 2012
 Verlag: Oetinger
 ISBN: 978-3-7891-3041-0
© Oetinger

Wie weit bist du bereit, für deine große Liebe zu gehen?

Achtung: Ewiglich die Hoffnung ist der zweite Band der Ewiglich-Trilogie von Brodi Ashton.
Daher sind inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden.


Jack hat sich für Nikki geopfert und ist an ihrer Stelle in die Tunnel gegangen. Nun sucht sie einen Weg, ihn aus dem Ewigseits zurückzuholen. Sie ist dabei auf Coles Hilfe angewiesen, der im Grunde für die ganze Situation verantwortlich ist. Kann sie ihm vertrauen oder verfolgt der Ewigliche seine eigenen Ziele? Und wie soll Nikki Jacks Verschwinden erklären? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn das Ewigseits beginnt bereits, Jacks Erinnerungen aufzusaugen...


Ewiglich die Hoffnung ist die Art von Folgeband, bei dem ich mich frage, wie er wohl auf Leser wirkt, die die Vorgeschichte von Jack und Nikki nicht kennen. Mein Eindruck ist, dass auf den ersten 100 Seiten immer wieder kleine Häppchen der Vorgängerhandlung eingeworfen werden, aber ohne dass diese eine richtige Struktur hatten. Kennt man die Zusammenhänge nicht, wird es nahezu unmöglich sein, sich aus den wild durcheinander geworfenen Puzzleteilen die bisherige Handlung zu erschließen.
Da Ewiglich die Sehnsucht allerdings sehr, sehr lesenswert ist, wäre es ohnehin unsinnig, mit dem Folgeband in die Trilogie einzusteigen.

Die Handlung setzt nahezu nahtlos an die vorherigen Ereignisse an. Nur wenige Tage sind vergangen, seit Jack für Nikki in die Tunnel gegangen ist. Dementsprechend ist man direkt wieder mitten im Geschehen und es wird von Anfang an Spannung aufgebaut.

Die Erzählperspektive wird beibehalten: Nikki schildert die aktuellen Ereignisse aus der Ich-Perspektive und gibt dabei intensive Einblicke in ihr Gefühlsleben. Dazwischen gibt es immer wieder Erinnerungen an Jacks und ihre Beziehung vor Nikkis Nährung. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildhaft, sodass das Ewigseits, in dem ein großer Teil der Handlung spielt, gut vorstellbar wird.

Die Ewiglichen sind diesmal die interessantesten Charaktere für mich, weil nie wirklich ersichtlich ist, was ihre Motive und Absichten sind, was zusätzlich zu Nikkis emotionaler Suche immer wieder zum Weiterlesen drängt.

Obwohl die Handlung insgesamt spannend und temporeich ist, hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass es sich manchmal etwas zog. So wurden mir die wilden Rückblicke auf die Vorgängerhandlung am Anfang irgendwann zu viel, weil sie zu oft und zu ungeordnet kamen.
Nikki und ihre Begleiter müssen viele Abenteuer bestehen, die im Vorfeld als furchtbar gefährlich beschrieben werden – dafür ging es an manchen Stellen dann erstaunlich schnell und einfach.

Alle Kritik ist am Ende allerdings total vergessen. Selten hat mich ein Buchende so überrascht, auch wenn es im Nachhinein schon Andeutungen dafür gegeben hätte.
Die Handlung ist offen und es bleiben viele Fragen zurück, sodass ich nun mit großer Neugier auf den Abschlussband warte.


Auch Ewiglich die Hoffnung überzeugt durch die facettenreiche Ausarbeitung bereits liebgewonnener Charaktere, wobei die mysteriösen Ewiglichen für zusätzliche Spannung in der ohnehin abenteuerreichen Handlung sorgen. Kleine Längen und zu schnell überwundene Hindernisse werden durch das absolut überraschende Ende ausgeglichen, sodass das Buch letztlich trotzdem die volle Punktzahl erhält:


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