Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension: Daniel Wichmann - Ella - Ein Hund fürs Leben

(c) Atrium Zürich 
  Ella - ein Hund  
  fürs Leben
  Autor: Daniel Wichmann
  erschienen Februar 2014
  Verlag: Atrium Zürich
  ISBN: 978-3-85535-794-9

über einen Hund, der das Leben verändert



Hamster, Meerschweinchen, Schildkröten, Fische, Katzen, Hunde – die Vielfalt an möglichen Haustieren ist groß und man solle meinen, dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Man kann den Begleiter ganz nach Vorlieben, Allergien, Zeit und Geld aussuchen und in den eigenen Alltag eingliedern. So könnte es zumindest aussehen. Nicht so bei Daniel und Lina! Daniel hat panische Angst vor Hunden, traut sich jedoch nicht, darüber zu sprechen. Lina liebt Hunde und hätte eigentlich selbst gern einen. Um die Beziehung zu beleben und Lina zu zeigen, dass sie ihm wichtig ist, ringt Daniel sich dazu durch, seiner Freundin einen zu schenken, mit ungeahnten Auswirkungen…



Seit einem traumatischen Erlebnis in der Kindheit hätte Daniel sich wohl nie träumen lassen, selbst mal auf den Hund zu kommen. Manche Situationen erfordern es allerdings, sich neuen Herausforderungen und auch damit verbunden Ängsten zu stellen. Es war schön mit zu verfolgen, wie sich die Beziehung zwischen Daniel und Ella, der Hündin, nach und nach entwickelt. Daniel lernt neue Seiten an sich selbst kennen, steht durch die Veränderung zu Hause allerdings auch vor neuen Problemen, hat Stress mit den Nachbarn und kein leichtes Los bei der Jobsuche. Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt und bei denen Ella möglicherweise nicht nur im Weg steht, sondern auch helfen kann.
Ella ist richtig super beschrieben, ihre treuen Blicke, ihre verspielte Verhaltensweise und besonders, wie sie gern macht, was sie sich selbst in den Kopf setzt und nicht unbedingt, was sie soll. Die Hündin ist mir im Verlauf der Geschichte ans Herz gewachsen, obwohl ich selbst keine Haustiere habe.

Daniel ist als Protagonist sympathisch. Durch die gewählte Ich-Perspektive kann man sich gut in seine Gedanken hineinversetzen und „live“ erleben, welche Entwicklung er durchläuft.
Der Schreibstil ist angenehm und die Geschichte lässt sich flüssig lesen, immer wieder gibt es kleine Wendungen, die neue Hindernisse schaffen, die überwunden werden wollen. Mit dem Ende des Romans bin ich sehr zufrieden, es ist ein schöner Abschluss einer ereignisreichen Zeit und der ideale Ausgangspunkt für die kleine Familie, um nun ohne unsere Beobachtung weiter zu machen.


„Ella – ein Hund fürs Leben“ ist eine lockere, leichte Lektüre und gut geeignet um zwischendurch einfach mal vom stressigen Alltag abzuschalten.



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