Donnerstag, 1. Mai 2014

Rezension: Arglose Angst, Raum 213 von Amy Crossing

 Arglose Angst
 Raum 213
 Autor: Amy Crossing
 erschienen März 2014
 Verlag: Loewe
 ISBN: 978-3-7855-7872-8

© Loewe

Albtraum im Klassenzimmer

Nachdem Band 1 zurückliegende Ereignisse aus Raum 213 schilderte, sind die Protagonisten dieses Bandes direkt vor Ort. Eine geheimnisvolle Einladung zu einer Party in dem legendären Raum lockt acht Teenager in die Falle, darunter Madison, die nur zur Party geht, um dort ihrer heimlichen Liebe Elijah näher zu kommen. Die Schüler durchleben die schlimmsten Stunden ihres Lebens. Wie wird der Albtraum enden?

Auch wenn es sich um den zweiten Teil der Raum 213-Reihe handelt, ist es inhaltlich nicht notwendig, den Vorgänger zu kennen. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen, einzig der Handlungsort bleibt gleich. Dass es zeitlich nur wenige Jahre auseinander liegen kann, zeigt sich daran, dass es bei einem Charakter eine Überschneidung gibt: Ein Mädchen, dass im ersten Band bei einer Begegnung auf dem Schulflur eine winzige Rolle spielt, ist diesmal mitten im Geschehen.

Ein flüssiger Schreibstil fügt die zwei Erzählperspektiven zusammen. Ganz kurze Einschübe auf der Ich-Perspektive sorgen für Rätselraten: Wer will seinen Mitschülern etwas Böses? Ansonsten wird die Handlung in der dritten Person geschildert, wobei der Fokus klar auf Madison und ihren Erlebnissen und Gedanken liegt.

Im Vergleich zu Band 1 konnte mich der zweite Teil nicht wirklich packen. Dies lag vor allem daran, dass diese mysteriöse Grundstimmung nicht aufkam.
Zwar kann man wieder lange Rätseln, wer der Drahtzieher hinter den Ereignissen ist und wird auch diesmal auf falsche Fährten gelockt, aber die Ereignisse im Raum sind sehr übertrieben dargestellt, vor allem da der Raum an sich weiterhin ein großes Rätsel bleibt.

Auch mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden, da diese nicht sehr tiefgründig ausgearbeitet sind. Die Annährung zwischen Madison und ihrem Schwarm Elijah wirkt auf mich künstlich, irgendwie erzwungen und auch die ganzen Umstände der Party im Klassenzimmer sind höchst fragwürdig.

Fazit:
Keine neuen Fragen, keinerlei Antworten. Raum 213 bleibt weiterhin ein Rätsel.
Der Schreibstil ist zwar gewohnt flüssig, richtige Spannung kam bei mir aber nicht auf. Trotzdem werde ich die Reihe vermutlich weiterlesen, um herauszufinden, was es mit Raum 213 auf sich hat.



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