Montag, 14. April 2014

Rezension: Von der Nacht verzaubert von Amy Plum

 Von der Nacht verzaubert
 (Bd.1)
 Autor: Amy Plum
 erschienen April 2012
 Verlag: Loewe
 ISBN: 978-3-7855-7042-5
(c) Loewe-Verlag

gefühlvolle Geschichte mit sympathischen Protagonisten

Nach dem Tod ihrer Eltern zieht die 16-jährige Kate zusammen mit ihrer Schwester Georgia aus den USA zu den Großeltern nach Paris. Der Teenanger ist todunglücklich und schottet sich immer mehr von ihrer Umwelt ab. Erst die zufällige Begegnung mit dem gutaussehenden, mysteriösen Vincent führt sie langsam zurück ins Leben – bis sie erfährt, dass Vincent nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Kate wird in einen Jahrhunderte währenden Krieg hineingezogen. Statt ihre Liebe zu genießen, schwebt sie plötzlich in großer Gefahr...

Leider, leider, leider hatte ich damals zu erscheinen des Buches eine Leseprobe gelesen, die in der Mitte des Buches ansetzte. Dadurch wusste ich bereits, was Vincent ist und die Spannung, die sich eigentlich um diesen mysteriösen Jungen in den ersten Seiten aufbauen müsste, kam daher nicht auf.
Das hat mein Lesevergnügen allerdings nur minimal geschmälert.
Kate war mir direkt sympathisch. Aus der Ich-Perspektive erzählt die junge Frau, wie sie nach dem schmerzlichen Schicksalsschlag weiterzuleben versucht. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, die sich ins Pariser Nachtleben stürzt, sucht Kate die Einsamkeit, um das erlebte zu verarbeiten, Dabei schildert sie sehr gefühlvoll ihre Gedanken und der Leser kann sehr anschaulich die Entwicklung nachvollziehen, die nach der Begegnung mit Vincent einsetzt: Natürlich ist Kate weiterhin traurig, aber sie beginnt wieder, sich zu öffnen und auch positive Dinge wahrzunehmen.

Sehr schön sind auch die anschaulichen Beschreibungen, denn nicht nur die Gefühle werden sehr detailliert dargestellt, auch die Handlungsorte in Paris sind sehr bildhaft beschrieben.
Es gibt viele sehr unterschiedliche Figuren, die jeweils vielseitige ausgearbeitet sind.

Die Handlung ist zunächst nicht in dem Sinne spannend, dass viele dramatische Ereignisse passieren, sondern es sind vor allem die zwischenmenschlichen und inneren Konflikte und Gefühlsentscheidungen, die den Leser an die Geschichte binden.
„Echte“ Spannung kommt zum Schluss allerdings auch noch auf und so gibt es im Kontrast zu den vielen sehr emotionalen Szenen auch noch ein wenig Action.

Die Geschichte ist in sich halbwegs abgeschlossen, bietet aber noch viel Raum für die Fortsetzungen.

Fazit:
„Von der Nacht verzaubert“ ist ein gefühlvoller Auftaktband, der mit einem angenehmen Schreibstil und facettenreichen Figuren überzeugen kann. Die Idee der Geschichte ist total interessant. So schön die gefühlvollen Passagen auch waren, hätte die Handlung aber manchmal etwas mehr Tempo und Dramatik vertragen.




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