Montag, 14. April 2014

Rezension: Vom Mondlicht berührt von Amy Plum

 Vom Mondlicht berührt
 (Bd.2)
 Autor: Amy Plum
 erschienen Januar 2013
 Verlag: Loewe
 ISBN: 978-3-7855-7043-2
(c) Loewe-Verlag

mehr Spannung und Dramatik als der Vorgänger

Achtung, es handelt sich um den zweiten Band der Revenant-Trilogie von Amy Plum, daher sind inhaltliche Spoiler in Bezug auf den ersten Band vorhanden! 

Gemeinsam ist es Kate und Vincent gelungen, den Numa-Anführer zu besiegen. Doch die Ruhe hält nicht lange an, denn die Feinde lauern bereits darauf, ihren nächsten Zug zu machen. Eine Ruhepause ist den Liebenden nicht vergönnt, denn neuen Gefahren warten bereits... 

Vom Mondlicht berührt enthält zu Beginn so viele Rückblenden, dass es sicher leicht ist, sich in die Geschichte einzufinden, wenn man den Vorgänger nicht kennt oder die Lektüre schon länger zurückliegt. Hat man von der Nacht verzaubert allerdings gerade erst gelesen, ist der Beginn etwas zäh, weil nahezu alles nochmal wiedergekaut wird. 

Danach wird es allerdings richtig spannend. Zunächst lebt die Geschichte, wie auch Band 1, vor allem durch die inneren Konflikte Kates und die Spannungen, die sich durch die Personenkonstellation ergeben. Auf den letzten Seiten wird es dann wieder sehr dramatisch und actionreich, wobei das Ende diesmal absolut offen und ungewiss ist und den Leser mit viel Neugier auf den Abschlussband zurücklässt.

Das Buch hat mich richtig gefesselt, es gibt deutlich mehr Überraschungen und an manchen Stellen konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen, um zu erfahren, was als nächstes passiert, weil die Figuren vor lauter Aufregung offensichtliche Zusammenhänge nicht erkennen konnten und man daher richtig mitgefiebert hat. 

Sehr anschaulich ist über die Ich-Perspektive erneut Kates Entwicklung zu verfolgen. Zwar verliert sie ihre Emotionalität und Sensibilität nicht, zeigt aber immer mehr, wie mutig und entschlossen sie sein kann.

Je mehr Abenteuer man mit den Figuren erlebt, desto sympathischer werden sie. Auch das Grüppchen um Vincent lernt man immer besser kennen – durch die eingeschränkte Erzählperspektive ist die Sicht, die man auf die Figuren bekommt ja immer auch von den Emotionen der erzählenden Figur geprägt – da Kate Vincents Freunde mag, muss man sie als Leser quasi also auch zwangsläufig ins Herz schließen. Dabei ist vor allem wieder faszinierend, wie extrem unterschiedlich die Männer sind – und wie passend sich ihre jeweilige Geburtszeit auch in ihrem Auftreten niederschlägt.

Fazit:
Dramatische Fortsetzung mit sehr offenem Ende, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Die Figuren haben sich sichtbar weiterentwickelt, der Erzählstil hingegen ist konstant gut geblieben.

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