Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: Uta Maier - Coco Lavie

(c) Aeternica Verlag 
  Coco Lavie - Spiegelblut
  Autor: Uta Maier
  erschienen September 2013
  Verlag: Aeternica Verlag
  ISBN: 978-3943739398

vampirisches Abenteuer



Coco Lavie sehnt sich nach nichts Ungewöhnlichem: Normalität. Ein ruhiges, beschauliches Leben, ohne diese seltsamen Geschichten und gruseligen Ereignisse. Doch es kommt alles anders, als gedacht. Sie gerät zwischen die Fronten der Vampirclans und wird dadurch in eine ganz fremde Welt mitgenommen. Normal ist definitiv anders. Eine spannende und ereignisreiche Zeit steht Coco bevor, in der sie erfahren wird, was es heißt ein Spiegelblut zu sein.

Coco als Protagonistin war mir sehr sympathisch. Wir bekommen einen Einblick in ihre Kindheit und Jugend, erfahren von ihren Schicksalsschlägen und Lebensumständen, die sie geprägt haben. Besonders nah ist man ihr beim Lesen durch die Ich-Perspektive. Man erfährt viel über ihre Gedanken und Gefühle. Gut gefallen hat mir auch die Entwicklung, die sie im Verlauf der Geschichte erfährt. Sie wird reifer, lernt die neuen Situationen anders einzuschätzen und sich in der, ihr zunächst völlig fremden, Welt zu Recht zu finden.
Damontez ist ein Charakter, den man in keine richtige Kategorie stecken kann. Er ist weder schwarz noch weiß, weder gut noch böse. Von ihm erfährt der Leser im Verlauf der Geschichte sehr viel, was dazu führt, dass man das anfängliche Bild von ihm noch einmal überdenkt.
Auch Pontus ist ein Charakter der Grau-Zone. Man weiß nicht so richtig, ob er sich eher zum Guten oder zum Negativen entwickelt. Es bleibt immer spannend und man wartet darauf, was als nächstes passiert.
Sehr gut gefallen haben mir auch die Lichtträger. Ein neues Element, das viel Abwechslung in das Buch bringt. Besonders durch die vielseitigen Talente sind sie eine flexibel einsetzbare Waffe und interessante Charaktere.

Der Schreibstil hat mich sehr angesprochen. Ich konnte der Handlung gut folgen und habe mich gut mitgenommen gefühlt. Der Aufbau der Vampirwelt ist sehr komplex und gut durchdacht. Ich habe viele neue Dinge kennen gelernt und war überrascht, wie anders diese Welt ist. Ich habe schon einige Bücher über Vampire gelesen, doch hier im Buch würden noch einmal ganz andere Seiten gezeigt, die mir sehr gut gefallen haben.
Durch die bildhafte Beschreibung kann man sich die Umgebung und die einzelnen Schauplätze gut vorstellen. Selbst bei Cocos teilweise sehr eingeschränktem Blickfeld, werden einem sehr viele Details genannt, die einen guten Überblick verschaffen. Gelungen finde ich auch den Perspektivwechsel im Buch. Viele Kapitel sind aus Cocos Sicht geschrieben, immer wieder gibt es jedoch Passagen, die von einem Er-Erzähler übernommen werden, der von Pontus Eindrücken berichtet. So bekommt man einen umfassenden Blick auf die Handlung und erfährt Dinge, die Coco selbst verborgen bleiben.
Manche Passagen im Buch waren sehr geprägt von tiefen Gefühlen, Verbundenheit, Freundschaft oder dem Versuch, zu jemandem Vertrauen zu finden. Auf der anderen Seite gab es aber auch Kapitel, in denen es richtig zur Sache ging. Es wurde gekämpft, getötet oder sich verbal bekriegt. Eine Mischung, die mir sehr gut gefallen hat, da es das Buch sehr vielseitig macht.
Besonders gut gefallen haben mir auch die Zitate zu Beginn der Kapitel. Diese sind sehr gut und passend ausgewählt worden.

Zum Ende des Buches wurden einige Fragen beantwortet, andere Rätsel bleiben jedoch noch offen, wodurch die Neugierde für den zweiten Band auf jeden Fall steigt. Man möchte gern wissen, wie es weitergeht, wem man wirklich trauen kann und welche Überraschungen noch auf einen warten.



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