Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: Simone Olmesdahl - Gefährlich begabt

(c) bookshouse 
  Gefährlich begabt 
  Talent 1
  Autor: Simone Olmesdahl
  erschienen Februar 2013
  Verlag: bookshouse
  ISBN: 9789963724055
magischer Auftakt

Die Magierfamilie „Fingerless“ ist zurück und macht ihrem Namen wirklich alle Ehre, sie schneiden ihren Opfern einen Finger ab, um sie zu markieren und den Mord auf ihr Konto gehen zu lassen. Die Magier haben allerdings nicht nur Spaß am töten, sie suchen ihre Opfer gezielt und rauben ihnen ihre Talente wie z.B. Gestaltenwandeln, Feuer heraufbeschwören und die Gabe der Empathie.
Anna hatte vor dem Tod ihrer Tante nur einen kleinen Einblick in die magische Welt, als ihre Erbin wird sie nun allerdings gezwungen sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen und gerät schneller zwischen die Fronten als ihr selbst lieb ist.
Die Hexe Marla bemüht sich, Anne behutsam an ihre Gabe heranzuführen und ihr den Weg zu zeigen, den sie damit gehen sollte. Noch ahnt allerdings keiner der Beiden, was wirklich für eine Gefahr droht und dass diese näher ist, als sie annehmen.

Gut gefallen haben mir die Perspektivwechsel im Buch, so hat man einen komplexen Einblick in die Geschichte bekommen, sowohl auf der Seite von Marla und Anna, als auch auf der Seite der Fingerless. Immer wieder stehen andere Personen im Mittelpunkt des Abschnittes und bekommen so die Möglichkeit ihren Teil an der Entwicklung beizutragen.

Anna ist teilweise noch sehr verunsichert, was man in Anbetracht der ganzen Umstände auf jeden Fall verstehen kann. Ihren Charakter hätte ich mir manchmal noch etwas klarer gewünscht, an einigen Stellen ist sie mir einfach zu blass geblieben, insgesamt hab ich sie aber als sympathisch empfunden. Besonders gegen Ende des Buches trifft sie ja auch schon sehr eindeutige Entscheidungen, unabhängig davon, ob es immer die Richtigen sind.
Sebastian scheint ein umwerfender Typ zu sein, nur leider ist er gefährlicher als manche vermuten.

Manchmal vertraut man einfach den falschen Menschen, manchmal ändern sich Personen aber auch schneller als man dachte und in eine Richtung, die man so nicht angenommen hat. Manchmal findet sich in all der Dunkelheit doch noch ein kleines Licht und ein bisschen Hoffnung. Feinde werden zu Freunden und Freunde werden zu Feinden.
Die Entwicklungen im Buch waren spannend aufgebaut, es gab immer wieder Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Durch das sehr offene Ende möchte man auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht.
Insgesamt hat mir „Gefährlich Begabt“ ganz gut gefallen, es konnte mich nicht komplett mitreißen und in den Bann ziehen, ist jedoch gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen.


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